Erfolgreicher Halbleiterkonzern: Infineon übertrifft die Erwartungen

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Erfolgreicher Halbleiterkonzern: Infineon übertrifft die Erwartungen

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Dem viele Jahre lang krisengeschüttelten Infineon ist mit neuen Produkten der Turnaround gelungen.

von Michael Kroker

Die jüngsten Zahlen des Halbleiterkonzerns beweisen: Die Investitionen der Münchner in neue Fertigungstechnologien zahlen sich aus – das Unternehmen ist deutlich stabiler aufgestellt.

Die Geschäfte von Infineon laufen weiter gut. Wie der Münchner Halbleiterhersteller heute bekanntgab, kletterte der Umsatz im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um neun Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss legte gar um 86 Prozent auf 143 Millionen Euro zu. Dadurch kletterte die Marge des Konzerns von 13,9 Prozent vor Jahresfrist auf nunmehr 15,3 Prozent – also oberhalb des selbst gesteckten Zielwertes von 15 Prozent.

Die überraschend positiven Infineon-Zahlen beweisen zweierlei:  Zum einen scheint die Konjunktur weiterhin robust zu laufen. Denn die Chips der Münchner stecken in einer breiten Palette von Produkten wie etwa Autos, Industriemaschinen, Hausgeräten oder Chipkarten. Laut Infineon-Chef Reinhard Ploss haben alle vier Segmente zum guten Ergebnis beigetragen.

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Durch seine Produktstruktur ist Infineon zugleich ein klassischer Frühindikator, dessen Geschäft sensibel wie zuverlässig bei einer Konjunkturdelle einbricht. Grund: Sobald Autokonzerne oder Industriekunden von Infineon einen Auftragsrückgang verspüren, stornieren sie ihre Chipbestellungen bei den Münchnern – und bedienen sich einstweilen aus den eigenen Lägern sowie der Zulieferkette. 

Chipkonzerne Infineon und Konkurrenten droht Kartellstrafe

Mehreren Technologiefirmen aus Europa und Asien droht offenbar eine Kartellstrafe wegen Preisabsprachen bei Spezialchips. Beteiligt sind laut informierten Kreisen unter anderem Infineon, Philips und Samsung.

Die beteiligten Konzerne sollen Preise für Sicherheitstechnik für Handys, Pässe und Scheckkarten abgesprochen haben. Quelle: ap

Die guten Konjunktur-Aussichten gelten übrigens für Europa wie auch Asien. Denn Infineon erzielt 39 Prozent seiner Umsätze in der alten Welt  sowie satte 50 Prozent in Asien und Pazifik inklusive China und Japan.

Auf der anderen Seite zahlen sich die Investitionen in neue Fertigungstechnologien und die Modernisierung der eigenen Werke für Infineon zunehmend aus. Das sieht der Infineon-Chef ganz ähnlich: „Das war das fünfte Quartal in Folge mit Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Unsere Strategie bewährt sich und die Investitionen zahlen sich aus“, so Ploss bei der Vorlage der Zahlen.

Bereits im Jahr 2011 hatte Infineon rund 250 Millionen Euro in die Hand genommen, um seine Fertigung auf die größeren und teureren, aber zugleich auch deutlich effizienteren 300-Millimeter-Chip-Scheiben, genannt „Wafer“, umzustellen – als erster Hersteller von Leistungshalbleitern. Diese Jagd nach dem Vorsprung gegenüber der Konkurrenz ist aufgegangen – und Infineon heute deutlich weniger schwankungsanfällig als noch vor einigen Jahren.

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