Europa-Chefin im Interview: Telekom vor möglichem weiteren Stellenabbau

Europa-Chefin im Interview: Telekom vor möglichem weiteren Stellenabbau

Die Deutsche Telekom steht möglicherweise vor einem weiteren Stellenabbau in Europa: Telekom-Europa-Chefin Claudia Nemat schließt "Personalmaßnahmen" in einem Interview nicht aus.

Die Europa-Chefin der Deutschen Telekom, Claudia Nemat, schließt nach einem drastischen Sparkurs in Griechenland nicht mehr aus, auch in weiteren europäischen Ländern Personal abbauen zu wollen. „Die Notwendigkeit zu sparen wird in unserer Branche nicht verschwinden. Dazu können auch Personalmaßnahmen gehören“, sagte sie in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus".

Konkrete Größenordnungen nannte sie dabei nicht. Effizienzsteigerungen gehörten seit Jahren zu den Aufgaben der Telekom, die sich in einem Marktkonsolidierungsprozess befände, sagte sie dem Magazin weiter.

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Als Vorbild für ihre Pläne nannte Nemat ein erfolgreiches Abfindungsprogramm aus Griechenland. Dort ist die Telekom an dem früheren staatlichen Unternehmen OTÉ beteiligt. „Die Ziele dort wurden mit mehr als 1500 Mitarbeitern übererfüllt. Gleichzeitig gab es aber auch Neueinstellungen“, sagte Nemat im Interview mit dem "Focus".

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Glasfaserkabel Quelle: dpa

Bereits zu Jahresbeginn hat sich die Telekom von der Vision des Global Players verabschiedet und konzentriert sich ganz auf den alten Kontinent. Mehrfach hatte Konzernchef Timotheus Höttges in seiner Antrittsrede hervorgehoben, dass sein Fokus ausschließlich auf Europa gerichtet ist. „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, der führende europäische Telekommunikationskonzern zu werden“, schwört der Nachfolger von René Obermann seine Mannschaft ein. Das Versprechen lässt sich nur einlösen, wenn Umsatz, Gewinn und Börsenwert gleichermaßen steigen. Schon heute ist die Deutsche Telekom in 14 europäischen Ländern präsent, doch mit dem vorhandenen Beteiligungsportfolio ist Höttges längst nicht zufrieden. Ihm schwebt der Bau eines integrierten Telekommunikationskonzerns vor, der im Festnetz und Mobilfunk die beste und schnellste Infrastruktur kontrolliert und nicht nur Privatkunden, sondern auch verstärkt auch Geschäftskunden die besten Internetzugänge bieten kann.

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In welchen Ländern die Deutsche Telekom ein pan-europäisches Netz aus Mobilfunk, Festnetz und Hotspots ausrollt, dass soll sich noch in diesem Jahr entscheiden. In einigen Ländern wie Deutschland, Ungarn, der Slowakei und Griechenland ist die Telekom mit Mehrheitsbeteiligungen an ausländischen Ex-Monopolisten bereits integriert aufgestellt.

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