Facebook-Börsengang: Zuckerberg hat noch kein Google geschaffen

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Facebook-Börsengang: Zuckerberg hat noch kein Google geschaffen

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Die Erwartungen an das Unternehmen von Mark Zuckerberg sind ungleich höher als an Google.

von Matthias Hohensee

Nun ist es also soweit. Facebook hat den ersten Schritt für seinen Weg an die Börse getan. Am späten Mittwochabend veröffentlichte das weltgrößte soziale Netzwerk seinen Börsenprospekt. Die Erwartungen waren hoch. Doch der erste Blick auf das Papier ist enttäuschend.

Schon seit einigen Wochen ist Facebook das beherrschende Börsenthema im High-Tech-Eldorado: Kann der 27-jährige Harvard-Studienabbrecher Zuckerberg, der quasi aus dem Nichts ein weltweites Netzwerk mit 800 Millionen Nutzern aufbaute, junge High-Tech-Unternehmen wieder populär machen? Wird er, neben Mitarbeitern und Investoren, die früh einstiegen, auch Anleger an der Börse reich machen? Kann der jugendliche Egomane einen ähnlichen Börsen- und Gründungsboom auslösen wie sein wichtigster Vertrauter und Aufsichtsrat Marc Andreessen, der mit dem Internet-Browser Netscape Mitte der Neunzigerjahre den ersten Internet-Boom anfachte?

Mindestens fünf Milliarden Dollar will Facebook an der Börse einsammeln. Das ist nur halb so viel, wie Analysten zunächst erwartet hatten, allerdings kann sich die Summe ja auch noch erhöhen. Es ist nicht unüblich, dass Firmen tief stapeln und die Reaktionen der Investoren abwarten, um dann - je nach Nachfrage – den Preis zu erhöhen. Fest steht, dass das Kürzel für die New Yorker Börse „FB“ lauten wird.

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Das jetzt auf den Internetseiten der SEC veröffentliche Börsenprospekt liefert erstmals einen Einblick in das soziale Netzwerk. Derzeit hält Gründer Mark Zuckerberg gut 28 Prozent der Anteile. Das gesamte Management kommt auf 70 Prozent der Anteile, der Rest liegt bei Finanzinvestoren. Allerdings haben nicht alle Aktien auch das gleiche Stimmrecht - und der Besitzer damit den gleichen Einfluss auf die Geschicke des Unternehmens.


Zuckerberg zementiert seinen Einfluss

Zuckerberg selbst hält Aktien der Klasse B mit zehn Stimmen, während Anleger beim Börsengang A-Aktien mit nur einer Stimme erhalten werden. Damit hat Zuckerberg auch künftig das Sagen bei seinem Baby Facebook. Weil andere Anteilseigner ihm ihre Stimmen übertragen haben, kommt Zuckerberg momentan sogar auf 57 Prozent aller Stimmrechte.

Für neue Anleger macht das die Aktien weniger attraktiv und auch sonst ist ein genauerer Blick in den Prospekt enttäuschend. Analysten hatten gewettet, dass Facebook im vergangenen Jahr die vier Milliarden Dollar Grenze beim Umsatz klar übersprungen hatte Tatsächlich waren es 3,7 Milliarden Dollar, bei einem Gewinn von einer Milliarde Dollar.

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