Facebook-Drohne: Die wichtigsten Antworten zu Aquila

Facebook-Drohne: Die wichtigsten Antworten zu Aquila

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Soll bis zu drei Monate in der Luft bleiben können: Die Facebook-Drohne "Aquila".

von Sebastian Schaal, Stephan Happel und Andreas Menn

Die Spannweite einer Boeing 737 und benannt nach dem Vogel von Göttervater Zeus: Mit der Drohne Aquila will Facebook das Internet in den letzten Winkel der Welt bringen. Was das Projekt kann und wo es noch hakt.

Was ist Aquila?
Facebooks Weg, das Internet in entlegene Regionen zu bringen. Dazu setzt der Konzern auf eine solarbetriebene Drohne, die monatelang in der Luft bleiben kann. Von dort soll es ein Wlan-Signal aussenden, das reicht, um eine ganze Stadt mit Internet zu versorgen. Entwickelt wird Aquila im konzerneigenen Geheimlabor Connectivity Lab.

Wie funktioniert Aquila?
Heliumballons sollen die Drohne in die Luft ziehen. Einmal oben soll Aquila bis zu drei Monate lang in Höhen bis 28.000 Metern Kreise mit einem Radius von drei Kilometern fliegen. Gleich mehrere Drohnen kreisen dabei in abgestimmter über einem Gebiet. Bodenstationen senden dann Internetdaten an die Flieger. Die geben diese Informationen untereinander weiter – und beamen sie schließlich zum Internetnutzer.

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Wie kann Aquila über Monate in der Luft bleiben?
In der Luft versorgen Solarzellen vier Triebwerke, die Aquila antreiben. Um Energie zu sparen, fliegt die Drohne nur tagsüber in 28 Kilometer Höhe. Nachts soll sie auf 18 Kilometer absinken, erklärten die Entwickler.

Wichtig für die Flugdauer der V-förmigen Konstruktion ist auch das Verhältnis von Flügelgröße und Gewicht. Die geplante Spannweite von 42 Metern entspricht zwar der einer Boeing 737. Mit einem Gewicht von 400 Kilogramm ist Aquila aber leichter als viele Kleinwagen. „In der Entwicklung haben wir uns verschiedene Größen für das Flugzeug angeschaut“, so Andy Cox, Chefingenieur des Facebook Aviaton Team. „Als die Entscheidung für die Spannweite von 42 Metern gefallen ist, musste ich erst einmal kontrollieren, ob unsere Halle groß genug für einen Prototypen ist.“

Als Grundlage für Aquila dienen die Entwicklungen des britische Luftfahrt-Startup Ascenta, das Facebook 2014 übernahm. Dessen Solarflieger Zephyr hatte in dem Jahr bereits einen Rekord aufgestellt, als er 336 Stunden in der Luft blieb.

Facebook in Zahlen

  • Zugriffe pro Tag

    Jeden Tag greifen 936 Millionen Nutzer auf den Facebook-Dienst zu, davon 798 Millionen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

  • Zugriffe pro Monat

    Pro Monat sind 1,44 Milliarden Nutzer bei Facebook aktiv, drei Monate zuvor waren es 1,39 Milliarden.

  • Videos

    Täglich werden vier Milliarden Videos auf der Facebook-Plattform abgerufen.

  • Kurzmitteilungen

    Nutzer von Facebook-Apps verschicken täglich 45 Milliarden Kurzmitteilungen. Dem Konzern gehört neben dem Facebook Messenger auch der Dienst WhatsApp.

  • Instagram

    Die Foto-Plattform Instagram wird täglich von 200 Millionen Nutzern besucht. Insgesamt sind es über 300 Millionen.

Warum macht Facebook das?
1,5 Milliarden Nutzer hat das größte Online-Netzwerk der Welt mittlerweile. Dabei hat ein großer Teil der Bevölkerung bislang nicht einmal Zugang zum Netz. Auch weil Facebook-Chef Mark Zuckerberg um das Wachstumspotential weiß,  verfolgt er schon lange den Plan, Gebiete mit schwacher Infrastruktur Zugang zum Netz zu bringen. 2013 startet er das Projekt Internet.org. In Kooperation mit lokalen Partnern bietet der Dienst kostenlosen Internetzugang für Angebote wie Wikipedia, einigen Nachrichtenseiten – und eben Facebook. Laut jüngsten Zahlen soll der Dienst inzwischen in 17 Ländern wie Indien und Tansania mit einer Gesamtbevölkerung von rund einer Milliarde Menschen verfügbar sein.

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