Facebook-Gründer Zuckerberg: Die 45-Milliarden-Dollar-Gabe

Facebook-Gründer Zuckerberg: Die 45-Milliarden-Dollar-Gabe

von Matthias Hohensee

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan haben Nachwuchs. Und begrüßen ihre Tochter Max mit dem Gründen der wahrscheinlich größten wohltätigen Privatstiftung der Welt.

Was macht man mit rund 45,5 Milliarden Dollar Privatvermögen?  Es ist eine Frage, die sich laut der Forbes Milliardärsliste weltweit nur ein Dutzend Menschen ernsthaft stellen müssen. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und seine Ehefrau, die Kinderärztin Priscilla Chan, haben sie nun für sich beantwortet.

Vergangene Woche – während der Thanksgiving-Feierlichkeiten – kam ihre Tochter Max zur Welt. Anlässlich der Geburt des lang ersehnten Nachwuchses – Chan hatte zuvor drei Fehlgeburten erlitten – hebt das Powerpaar aus dem Silicon Valley nun die Chan Zuckerberg Initiative aus der Taufe. Und verspricht dieser 99 Prozent ihrer Anteile am sozialen Netzwerk Facebook. „Unser unmittelbarer Fokus wird auf personalisiertem Lernen, dem Bekämpfen von Krankheiten, dem Verbinden von Menschen und dem Aufbau von starken Gemeinschaften liegen“, umrissen Chan und Zuckerberg deren Aufgaben in einem auf Facebook veröffentlichten Brief an ihre Tochter. Sie soll sich vor allem für Chancengleichheit von Kindern auf der ganzen Welt einsetzen.

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Facebook in Zahlen

  • Transparenz dank Börsengang

    Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

  • Schon früh profitabel

    In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

  • Werbung als wichtigste Geldquelle

    Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

  • Beispielloses Wachstum

    Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

  • Zuckerberg hat die Kontrolle

    Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

  • Dominant in aller Welt

    Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

  • Keine Chance für StudiVZ

    Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Weil der Börsenwert von Facebook derzeit auf einem Rekordstand von 303 Milliarden steht, ist die Gabe derzeit 45 Milliarden Dollar schwer. Was die Chan Zuckerberg Initiative aus dem Stand zur wahrscheinlich größten Privatstiftung der Welt macht. Bislang lag die Bill & Melinda Gates Stiftung mit weitem Abstand vorn, deren Vermögen Ende vergangenen Jahres 44,3 Milliarden Dollar betrug.

„Das erste, was uns einfiel, war: Wow“, äußerten sich der Gründer des Softwarekonzerns Microsoft und seine Frau. „Eure Arbeit wird Früchte für mehrere Generationen tragen.“

Schon vor fünf Jahren hatte sich Zuckerberg der von Gates und Großinvestor Warren Buffet initiierten „Giving Pledge“ Kampagne angeschlossen, bei der sich Wohlhabende dazu verpflichten, das Gros ihres Reichtums zu spenden. Auch Facebook-Mitgründer Dustin Moskovitz und seine Frau Cari Tuna erklärten sich dazu bereit. Ebenso Facebooks Operativchefin Sheryl Sandberg, deren Vermögen auf rund eine Milliarde Dollar geschätzt wird. Aus Deutschland hat sich SAP-Mitgründer Hasso Plattner angeschlossen.

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Die Chan Zuckerberg Initiative soll zunächst über die nächsten drei Jahre mit bis zu drei Milliarden Dollar ausgestattet werden. Über seine Anteile sowie über Stimmrechtsvereinbarungen mit anderen Aktionären kontrolliert Zuckerberg die Mehrheit an Facebook. Was ihm persönlich wichtig ist, um die Entscheidungshoheit über das soziale Netzwerk zu behalten. Das, so teilte das Unternehmen mit, werde sich auch in der absehbaren Zukunft so bleiben.

Auch die Rolle von Zuckerberg als CEO und Verwaltungsratschef von Facebook werde sich nicht ändern. Zunächst ist der Workaholic – typisches Pensum 50 Wochenstunden – erstmal in eine zweimonatige Pause gegangen, um sich ganz seiner Familie zu widmen.

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