Facebook: Nutzer teilen deutlich weniger Beiträge und Fotos

Facebook: Nutzer teilen deutlich weniger Beiträge und Fotos

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Facebook wird immer stärker passiv genutzt.

von Michael Kroker

Facebooks Umsatz und Gewinn sind top. Doch wo viel Licht ist, fällt auch Schatten: Laut einer Studie sind die Facebook-Nutzer heute deutlich passiver als noch vor einem Jahr.

An den neuen Finanzzahlen für das dritte Geschäftsquartal von Facebook gibt es wenig zu kritteln: Umsatz 4,5 Milliarden Dollar (+41 Prozent), Gewinn 900 Millionen Dollar (+11 Prozent), mehr als eine Milliarde Menschen nutzen das weltgrößte soziale Netzwerk inzwischen täglich - und sogar rund 1,55 Milliarden mindestens ein Mal im Monat. Fast 80 Prozent des Gesamtumsatzes stammen inzwischen von mobiler Werbung auf Smartphones und Tablets – beim Börsengang im Jahr 2012 lag jener Anteil noch glatt bei Null.

Alles eitel Sonnenschein für den Alleinherrscher Mark Zuckerberg also? Beim Blick auf die aktuellen Geschäftszahlen durchaus. Doch wo viel Licht ist, da ist in der Regel auch irgendwo Schatten.

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So auch im Falle der Zuckerberg-Company – und zwar jenseits des Quartalsberichts: Denn die Facebook-Nutzer teilen immer weniger Beiträge und Fotos, oder anders ausgedrückt: Sie sind zwar im weltgrößten Netzwerk eingeloggt, nutzen es aber zunehmend passiv. Das bedeutet: sie lesen und konsumieren, posten aber nur selten selber. Dies ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie des britischen Marktforschungshaus GlobalWebIndex. Die Analysten befragen regelmäßig eine Gruppe von 40.000 Facebook-Usern danach, ob sie im abgelaufenen Quartal einen Beitrag veröffentlicht haben und ob sie ein Foto gepostet haben.

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Die Ergebnisse zeigen einen rapiden Schwund: Noch vor einem Jahr, im dritten Quartal 2014, gaben fast 60 Prozent der Befragten an, mindestens einen Beitrag verfasst oder einen Kommentar abgegeben zu haben. Und jeder Zweite hatte ein Foto veröffentlicht.

Im dritten Quartal dieses Jahres liegt die Quote bei den Beiträgen nur noch bei 37 Prozent, und nur jeder dritte Facebook-Nutzer hat zwischen Juli und September seinen virtuellen Freunden nach eigenen Angaben noch eine Foto gezeigt.

Bisher hat sich die wachsende Passivität seiner unzähligen Nutzer nicht wirklich finanziell niedergeschlagen. Doch Zuckerberg wäre nicht Zuckerberg, wenn er da nicht frühzeitig versuchen würde, gegenzusteuern. Neue Funktionen wie etwa die geplante Erweiterung der "Gefällt mir"-Funktion um zusätzliche Emojis sollen die Facebook-Jünger zu mehr Interaktion und letztlich höherer aktiver Nutzung führen.

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