Facebook: Smartphone-Werbung treibt Gewinn deutlich an

Facebook: Smartphone-Werbung treibt Gewinn deutlich an

Mehr Umsatz, mehr Gewinn: Vor allem der Erfolg von Smartphone-Werbung lässt bei Facebook kräftig die Kassen klingeln. Das Soziale Netzwerk wird inzwischen von mehr als einer Milliarde Menschen täglich benutzt.

Der Umsatz sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 40,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar (4,14 Mrd Euro) hoch. Der Gewinn stieg trotz hoher Investitionen um elf Prozent auf 891 Millionen Dollar. Im September war im Schnitt gut eine Milliarde Nutzer täglich beim weltgrößten Online-Netzwerk aktiv. Facebook hatte die Marke erstmals im August erreicht. Insgesamt hat der Dienst inzwischen 1,55 Milliarden Mitglieder.

Das Wachstum wurde erneut von der Nutzung auf Smartphones befeuert. Von der Milliarde täglicher Nutzer griffen 894 Millionen über mobile Geräte auf Facebook zu. Der Anteil mobiler Werbung an den Anzeigenerlösen erreichte 78 Prozent nach 66 Prozent vor einem Jahr.

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Werbung blieb insgesamt die wichtigste Einkommensquelle von Facebook - im vergangenen Quartal brachte sie 4,3 Milliarden Dollar Umsatz ein. Der Konzern baute in den vergangenen Monaten unter anderem das Geschäft mit Video-Anzeigen aus.

Facebook in Zahlen

  • Transparenz dank Börsengang

    Facebook war lange verschwiegen, wenn es um die Geschäftszahlen ging. Das hat sich mit dem Börsengang im Mai 2012 geändert – nun muss das Unternehmen die Börsianer genau informieren. Die Dokumente offenbaren zudem einen Blick in die ersten Jahre des Sozialen Netzwerks. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick.

  • Schon früh profitabel

    In den ersten Jahren verlor Facebook zwar Geld – wie fast alle Startups. Doch schon 2009 erreichte das Unternehmen mit einem Gewinn von 229 Millionen Dollar die schwarzen Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr machte Facebook 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und verdienten 1,5 Milliarden Dollar Gewinn. Damit hängt das Netzwerk Internet-Urgesteine wie AOL und Yahoo längst ab.

  • Werbung als wichtigste Geldquelle

    Facebook macht sein Geld vor allem mit Werbung. Zuletzt lag der Anteil bei rund 90 Prozent. Der Rest resultiert vor allem daraus, dass Facebook an den Einnahmen aus Online-Spielen beteiligt wird. Im ersten Quartal 2014 schnellte der Umsatz um 72 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar hoch, der Gewinn verdreifachte sich auf 642 Millionen Dollar.

  • Beispielloses Wachstum

    Facebook hat ein beispielloses Wachstum hinter sich: Binnen zehn Jahren ist die Zahl der aktiven Nutzer auf 1,28 Milliarden gewachsen, das entspricht grob der Hälfte der globalen Internet-Population.

  • Zuckerberg hat die Kontrolle

    Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg hat Facebook auch nach dem Börsengang fest im Griff. Er hält Aktien der Klasse B, die zehn Stimmen haben, während Anleger beim Börsengang nur A-Klasse-Aktien mit einer Stimme bekommen haben.

  • Dominant in aller Welt

    Fast die ganze Welt ist blau: In beinahe allen Ländern ist Facebook das größte Soziale Netzwerk – nennenswerte Ausnahmen sind Russland und China, wo lokale Unternehmen dominieren.

  • Keine Chance für StudiVZ

    Auch wenn StudiVZ lange vorne lag, ist Facebook in Deutschland inzwischen die unangefochtene Nummer 1. Nach jüngsten Schätzungen des Portals allfacebook.com hat Facebook hierzulande 27 Millionen aktive Mitglieder.

Dabei gelingt es Facebook, die Nutzer zu mehr Aktivität im Netzwerk zu bewegen. Insgesamt kamen im Jahresvergleich 14 Prozent mehr Mitglieder hinzu - und die Zahl täglicher Nutzer wuchs um 17 Prozent. In den USA werde inzwischen ein von fünf Online-Minuten bei Facebook verbracht, sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg in der Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage der Zahlen.

Zu Facebook gehören auch die Foto-Plattform Instagram mit rund 400 Millionen Nutzern sowie die Kurzmitteilungsdienste Messenger und WhatsApp mit jeweils 700 und 900 Millionen Nutzern. Facebook platziert inzwischen Werbung auch bei Instagram, schweigt sich aber darüber aus, wie groß dieses Geschäft ist. Die Frage eines Analysten, wann Facebook auch bei dem im vergangenen Jahr für 22 Milliarden Dollar gekauften WhatsApp mit dem Geldverdienen beginnen könnte, blieb in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen unbeantwortet.

Die Aktie legte nach den Zahlen im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. „Wir hatten ein gutes Quartal und haben eine Menge erledigt“, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Die Investitionen erreichten im vergangenen Quartal 780 Millionen Dollar.

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Das Online-Netzwerk steckt Geld neben dem Ausbau der Infrastruktur für immer größere Datenmengen unter anderem in die Entwicklung der 3D-Brille Oculus Rift zum Eintauchen in virtuelle Welten und will Milliarden weitere Menschen in Entwicklungsländern ins Internet bringen. Die Oculus-Brille soll Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen. Zuckerberg schränkte zudem ein, dass er mit einem langsamen Wachstum dieses Geschäfts rechne.

Der Gründer betonte, dass Facebook sich irgendwann mit China als Markt werde auseinandersetzen müssen. Man könne nicht die Welt vernetzen wollen und dabei das Land mit den meisten Einwohnern auslassen. Amerikanische Online-Netzwerke sind von dem staatlich kontrollierten Internet in China ausgeschlossen. In Indien brachte Facebook über die Initiative Internet.org rund eine Millionen Nutzer ind Netz, die sonst nicht online gewesen wären, hieß es.

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