Facebook: Unterwegs zur Startseite des Internet

Facebook: Unterwegs zur Startseite des Internet

, aktualisiert 28. Januar 2016, 02:57 Uhr
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Facebook hat im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn verdoppelt.

von Britta WeddelingQuelle:Handelsblatt Online

Facebook fährt wie erwartet Rekordzahlen ein. Das Netzwerk profitiert wie kaum eine andere Firma von der mobilen Revolution – und baut den Vorsprung weiter aus. Dazu gehören auch Pläne mit Zukäufen wie etwa Whatsapp.

San FranciscoPolitisch mag Facebook wegen seines laschen Vorgehens gegen Hass-Kommentare unter Druck geraten. Wirtschaftlich steht das Netzwerk dagegen stärker da denn je.

Der frisch aus dem Vaterschaftsurlaub zurückgekehrte Mark Zuckerberg konnte gleich am zweiten Arbeitstag neue Rekorde verkünden. Facebooks Umsatz stieg vergangenes Quartal um satte 52 Prozent. Der Aktienkurs schoss nachbörslich um 6 Prozent in die Höhe.

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Der Erfolg kommt nicht unerwartet: Kaum ein Unternehmen hat sich besser auf den mobilen Wandel eingestellt als Facebook. Spots und Anzeigen auf Smartphone und Co. bestreiten inzwischen 80 Prozent der Werbeeinnahmen. Die mobile Erlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent, auch dank höherer Preise.

Das zahlt auf den Gesamtumsatz ein, der mit 5,84 Milliarden Dollar die Erwartungen der Analysten übertraf. Die Gewinne kletterten von 700 Millionen Dollar auf 1,56 Milliarden Dollar.

Auch die Reichweite konnte Facebook um 14 Prozent vergrößern; das Netzwerk umfasst nun 1,59 Milliarden Fans. Damit der Trend anhält, entwickelt Zuckerberg sukzessive neue Kanäle weiter.

Laut Angaben des Unternehmens schauen die Facebook-Mitglieder inzwischen 100 Millionen Stunden Video-Inhalte an, unterdessen experimentiert Facebook mit neuen Werbeformaten und Platzierungen in der Timeline. Geschäftsführerin Sheryl Sandberg sieht denn auch bei den Bewegtbildern die größten Wachstumschancen für die Firma.


Facebooks Pläne mit Instagram und Whatsapp

Besonders stark bewirbt das Management derzeit Instagram, das inzwischen schneller wächst als das vier Jahre ältere Twitter. 98 der 100 wichtigsten Facebook-Werbekunden seien im Bildernetzwerk vertreten, erklärte Sandberg im auf die Präsentation folgenden Telefonat mit Investoren. Bei Instagram können Kunden neben Werbefotos inzwischen auch 30-Sekunden-Videos veröffentlichen.

Aber Facebook entwickelt auch ganz neue Features zur Kundenbindung. Der Messaging-Dienst Whatsapp, der künftig auf die jährliche Abogebühr verzichtet, soll zum Kommunikationskanal für den Austausch mit der Wirtschaft werden.

Noch spricht Facebook nur von Banken, die mit dem Dienst Hinweise auf verdächtige Kontobewegungen versenden können oder von Fluglinien und Informationen über einen verspäteten Flug. Aber am Ende steht es jedem Unternehmen frei, Nutzern zielgerichtete Werbung via WhatsApp zu schicken, auch wenn diese anders aussieht als klassische Anzeigen.

WhatsApp ist gemeinsam mit Instagram der Jungbrunnen für Facebook. Der Messagingdienst zählt weltweit 900 Millionen Nutzer. 700 Millionen Nachrichten werden allein in Deutschland täglich über das Netzwerk versandt. Vor allem jüngere Menschen gehören zu den Fans – Facebook selbst laufen sie dagegen davon. Die Plattform aus Menlo Park überaltert, vor allem in den USA und Europa.

Die Firma von Gründer Jan Kuom soll zudem neue Einnahmequellen jenseits des klassischen Geschäfts mit Daten und Werbung erschließen. Auch den eigenen “Messenger” baut Facebook unter Führung des langjährigen Paypal-Managers David Marcus derzeit konsequent zum Marktplatz um. Schon heute können Nutzer mit den Konzernen kommunizieren, künftig sollen sie dort auch bezahlen können.

Ein erster Schritt in diese Richtung ist der Deal mit dem privaten Fahrdienst Uber aus San Francisco. Seit Dezember lässt sich ein Chauffeur direkt im "Messenger" ordern und bezahlen. Kunden müssen dazu nicht einmal mehr die Uber- App herunterladen, den erforderlichen Account können sie direkt bei Facebook erstellen.

Die große Idee dahinter lautet: Facebook will für seine Nutzer die Startseite im Internet werden, immer weniger verzichtbar im alltäglichen Leben, sei es für die Kommunikation mit Freunden, für Einkäufe oder die Freizeitplanung.

Quellle:  Handelsblatt Online
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