Fallende Anzeigenpreise: Google leidet unter dem Smartphone-Trend

ThemaGoogle

Fallende Anzeigenpreise: Google leidet unter dem Smartphone-Trend

Bild vergrößern

Fallende Preise für Online-Werbung bremsen Google aus.

Der IT-Gigant Google hat die Umsatzerwartungen verfehlt. Schuld sind niedrige Preise für Anzeigen, vor allem auf mobilen Endgeräten, aber auch steigende Kosten, etwa durch die Entwicklung von Google Glass.

Google bekommt den Trend zu Smartphones und Tablet-PCs weiter zu spüren und hat wegen sinkender Werbepreise die Umsatzerwartungen verfehlt. Der Durchschnittspreis für eine Onlineanzeige sank im ersten Quartal um neun Prozent, wie der Suchmaschinenbetreiber am Mittwoch mitteilte. Der Konzern kann wie seine Konkurrenten Facebook und Twitter für Anzeigen auf mobilen Geräten nicht so hohe Preise wie auf herkömmlichen Computern verlangen. Diese bleiben immer öfter ausgeschaltet. Das Unternehmen äußerte sich optimistisch, dass die Preise für Anzeigen auf Smartphones letztlich aufholen werden. Investoren zeigten sich dennoch enttäuscht: Nach Bekanntgabe der Zahlen verlor die Google-Aktie im nachbörslichen Handel zunächst sechs Prozent. Später lag das Minus bei drei Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 15,42 Milliarden Dollar. Von Thomson Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 15,54 Milliarden Dollar gerechnet. Der Analyst Colin Gillis von BGC Partners sagte: "Es ist ein durchschnittliches Quartal für eine tolle Firma." Er hob hervor, dass die Kosten weiter stiegen.

Anzeige

Quartalszahlen am Mittwoch Google will die Weltherrschaft - nicht weniger

Der Suchmaschinen-Hersteller geht weiter auf Shopping-Tour. Kaum ein Konzern akquiriert so gezielt Unternehmen, um am Ende vor allem eines zu ergattern: unsere Daten.

So langsam formt sich ein Bild aus den vielen Unternehmenskäufen, die Google in den vergangenen Monaten getätigt hat. Quelle: Marcel Stahn für WirtschaftsWoche

Google will neue Märkte erschließen und setzt etwa auf den Minicomputer Google Glass, der wie eine Brille getragen wird. Außerdem setzt das Unternehmen auf besonders schnelle Internetverbindungen und die Vernetzung von Haushaltsgeräten. Im Januar hatte Google den Thermostathersteller Nest für 3,2 Milliarden Dollar gekauft.

Der kalifornische Konzern expandiert auch in Schwellenländern. Dies trug nach Ansicht von Needham-Analyst Kerry Rice dazu bei, dass die Anzeigenpreise sanken, weil Google dort weniger Geld für Werbung verlangen kann. Das Unternehmen hofft darauf, dass die Suchfunktionen und die Anzeige von Webseiten auf mobilen Geräten verbessert werden, so dass Nutzer Produkte künftig einfacher kaufen können. Einen Zeitraum nannte Google-Manager Nikesh Arora für die erwartete Steigerung der Anzeigenpreise nicht. Analyst Rice sagte, die Talsohle sei zwar wahrscheinlich erreicht. "Ich erwarte aber keine schnelle Erholung."

Weitere Artikel

Unter dem Strich blieb Google im abgelaufenen Quartal ein Gewinn von 3,45 Milliarden Dollar, was eine Steigerung von drei Prozent war. Belastet wurde das Ergebnis vom Verkauf der verlustträchtigen Smartphone-Sparte Motorola an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo. Er schlug mit 198 Millionen Dollar zu Buche.

Google-Konkurrent Facebook will am Mittwoch kommender Woche seine Zahlen vorlegen. Twitter folgt in der Woche darauf am 29. April.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%