Fernseh-Hersteller: Investoren lassen Loewe-Übernahme platzen

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Fernseh-Hersteller: Investoren lassen Loewe-Übernahme platzen

, aktualisiert 25. Februar 2014, 11:08 Uhr
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"Loewe wird diesen Rücktritten widersprechen und die Erwerber zum Closing auffordern, weil nach Auffassung von Loewe die Rücktritte ohne jeglichen Rechtsgrund erfolgten."

Die Rettung des insolventen Fernseherbauers Loewe ist vorerst geplatzt. Loewe kündigt nun rechtliche Schritte an. Das Unternehmen hat bereits Verhandlungen mit einem anderen Investor aufgenommen.

Die Übernahme des insolventen Fernseherbauers Loewe ist vorerst geplatzt. Die Münchner Investorengruppe um den Immobilienunternehmer Constantin Sepmeier habe den Rücktritt von der bereits einfädelten Übernahme der Geschäfte des Traditionsunternehmens erklärt, teilten die Oberfranken am Montagabend mit. Die Kronacher wollen das nicht ohne weiteres hinnehmen. "Loewe wird diesen Rücktritten widersprechen und die Erwerber zum Closing auffordern, weil nach Auffassung von Loewe die Rücktritte ohne jeglichen Rechtsgrund erfolgten." Loewe prüfe die Einleitung von rechtlichen Schritten.

Die Investorengruppe um den Ex-Europa-Chef des Computerriesen Apple, Jan Gesmar-Larsen, hat nach der Absage der Übernahme von Loewe Vorwürfe des TV-Geräteherstellers zurückgewiesen. Man bedauere den Schritt, sagte der Vertreter der Käufergesellschaft Panthera, Stefan Kalum, am Dienstag in München. Man habe aber von einem vertraglich zugesicherten Recht Gebrauch gemacht. Kalum begründete die Absage damit, dass Banken vereinbarte Sicherheiten nicht freigegeben hätten: „Dies führte dazu, dass die New Loewe GmbH das operative Geschäft bis zuletzt nicht aufnehmen konnte.“

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Die Finanzinvestoren - zwei Münchner Unternehmer und ein dänischer Technikexperte - hatten den insolventen Fernseherbauer mit einem tiefgreifenden Sanierungsprogramm wieder neu beleben wollen. Als Käufer der Vermögensgegenstände trat die Münchner Panthera GmbH auf, die zu je einem Drittel dem Immobilienunternehmer Constantin Sepmeier, dem früheren Unternehmensberater Stefan Kalmund und dem einstigen Apple-Europachef Jan Gesmar-Larsen gehört.

Panthera hatte nach dem Kauf im Januar den Abbau von einem Viertel der aktuell noch 550 Loewe-Mitarbeiter angekündigt. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge fehlte Panthera aber das Geld. Kennern zufolge geht es um einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Die Investoren und Loewe waren am Montagabend für eine weitergehende Stellungnahme nicht erreichbar.

Loewe steht unterdessen ohne echte Führung da. Der bisherige Chef Matthias Harsch war auf die Seite der nun abtrünnigen Investoren gewechselt. Der Ende Januar berufene neue Geschäftsführer Peter Orre meldete sich nicht zu Wort.

Indes äußerte der verbliebene Loewe-Finanz- und Sanierungsvorstand Rolf Rickmeyer eine letzte Hoffnung für den Erfinder des elektronischen Fernsehens. "Wenn wir jetzt schnell zu einem Abschluss kommen, kann es noch gelingen, die Zukunft von Loewe zu sichern", erklärte er. Loewe habe wieder Verhandlungen mit einem weiteren Investor aufgenommen, der den Münchner Bietern zuletzt unterlegen war. "Da nun bereits ein ausverhandelter Kaufvertrag vorliegt, ist eine schnelle Einigung möglich", hieß es. Ein Sprecher des Sachwalters, der Loewe in der Insolvenz in Eigenverwaltung betreut, erklärte, der Finanzbedarf sei bis ins Frühjahr gesichert.

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Am Dienstag solle die Situation auf einer Sitzung des Gläubigerausschusses diskutiert werden, zitierte die FAZ einen Loewe-Sprecher. Um Zeit für die Investorensuche zu gewinnen, hoffe das schwer gebeutelte Unternehmen auf einen Aufschub der Gläubiger. Der zweite Investor habe die volle Rückendeckung der Gläubiger. Namen wollte der Sprecher des Sachwalters nicht nenne. In der Branche wird seit längerem der türkische Koc-Konzern als Bieter gehandelt, der seinerzeit die fränkische TV-Legende Grundig aus der Pleite übernommen hat und deren Namen mittlerweile als Handelsmarke für alle möglichen Arten von Elektrogeräten führt.

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