Frans van Houten: Philips peilt Börsengang der Lichtsparte an

Frans van Houten: Philips peilt Börsengang der Lichtsparte an

Bei der Abspaltung des Lichtgeschäfts sieht Konzernchef Frans van Houten Philips auf Kurs. Mit besserer Stimmung an den Aktienmärkten werde ein Börsengang der Sparte wahrscheinlicher, hieß es.

Bei der geplanten Abspaltung des Lichtgeschäfts tendiert Philips zu einem Börsengang. Da sich die Stimmung an den Märkten im Vergleich zum Anfang des Jahres bessere, laufe es zusehends auf diese Option hinaus, sagte Philips-Chef Frans van Houten am Montag. Entscheidungen und die nächsten Schritte sollten bald bekanntgegeben werden.

Als eigenständige Firma wäre die Sparte von Philips der weltweit größte Hersteller von Leuchtmitteln. Sie machte einst das Herz des 1891 gegründeten Konzerns aus. Deutscher Konkurrent ist Osram.

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Philips will sich vor allem auf Medizintechnik sowie kleinere Elektrogeräte wie Rasierer und Bügeleisen konzentrierten. Bereits 2014 kündigte van Houten die Trennung vom Leuchtmittelgeschäft an. Der Amsterdamer Konzern bereitete sowohl einen Börsengang als auch einen Verkauf vor. Die Pläne für die Veräußerung der Mehrheit am "Lumileds"-Geschäft platzten jedoch.

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Flachbildschirme des Herstellers "Philips". Quelle: dpa

Die Lichtsparte wird mit etwa fünf Milliarden Euro bewertet. Im ersten Quartal erwirtschaftete sie einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebita) von 102 Millionen Euro, ein Plus von 20 Prozent. LED-Lampen, die inzwischen mehr als die Hälfte der Sparte ausmachen, haben höhere Gewinnmargen. Der Umsatz fiel dagegen um zwei Prozent auf 1,7 Milliarden Euro, da traditionelle Glühbirnen nicht mehr so gefragt sind.

Im Konzern lag das Ebita zu Jahresbeginn bei 290 Millionen Euro, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Kosten für die Abspaltung des Lichtgeschäfts ließen den Nettogewinn auf 37 Millionen Euro von zuvor 100 Millionen Euro einbrechen. Dank Zuwächsen im Medizinbereich stiegen die Erlöse um fünf Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Am Markt kamen die Pläne und der Zwischenbericht nicht gut an. Die Aktie fiel vier Prozent.

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