Gamescom: Bundeskanzlerin Merkel eröffnet Spielemesse

Gamescom: Bundeskanzlerin Merkel eröffnet Spielemesse

, aktualisiert 19. Juli 2017, 14:06 Uhr
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In diesem Jahr steht der soziale Aspekt im Vordergrund – und Virtual Reality.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Gamescom galt lange als Nerd-Messe. Doch Videospiele sind längst ein soziales Massenphänomen. Das soll nicht nur ein neuer Besucherrekord beweisen, sondern auch die Eröffnung der Messe durch Bundeskanzlerin Merkel.

Köln„Einfach zusammen spielen“ – so lautet das Motto der Gamescom in Köln in diesem Jahr. Spiele als besonders soziales Medium sollen diesmal klar im Fokus stehen. Games seien das wichtigste und sozialste Medium unserer Zeit, sagte Felix Falk, Geschäftsführer des Branchenverbands BIU, am Mittwoch in Berlin. Nie sei es einfacher gewesen, gemeinsam zu spielen. Zahlreiche Beispiele dafür sollen die Besucher der Messe in Köln zu Gesicht bekommen. „Die Gamescom ermöglicht dabei einen spannenden Blick auf die tiefgehenden Veränderungen von Wirtschaft und Gesellschaft durch die Digitalisierung und Vernetzung.“

Der Erfolg der Gamescom werde auch durch die erstmalige Eröffnung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstrichen, sagte Falk. „Das ist eine ganz große Ehre für uns“, sagte Falk. „Die Gamescom ist in diesem Jahr so politisch wie nie.“ Rund vier Wochen vor der Bundestagswahl werden sie im Rahmen einer Wahlkampf-Arena in Köln Stellung zu Games und aktuellen Themen nehmen.

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Als Trend wollen die Veranstalter in diesem Jahr technische Innovationen sowie den E-Sport in den Vordergrund rücken. Kein anderer Sport habe sich in so kurzer Zeit aus der Nische zu einem Massenphänomen entwickelt, sagte Falk. Inzwischen werde der E-Sport auch von Wirtschaft und Politik wahrgenommen.

Große Neuigkeiten zu den großen Konsolen sind in diesem Jahr nicht zu erwarten. Die aktuellen Modelle der Xbox One und Playstation 4 befinden sich in der Mitte ihres Lebenszyklus. Zu den technischen Innovationen dürften aber Lösungen für Virtual Reality gehören. Virtual Reality sei zwar nicht neu, aber die Technologie etabliere sich langfristig, sagte Falk. In Köln würden die Besucher viele neue Spiele-Titel sehen.

Nach Ansicht des Games-Experten Stephan Freundorfer haben die Entwickler jedoch bislang noch nicht „den richtigen Dreh gefunden“. Es sei eine große Herausforderung, etwas zu liefern, das den Spieler in einer virtuellen Welt ähnlich wie in einem normalen Computer- oder Konsolenspiel auch dauerhaft binde und zur Entspannung beitrage.

Aktuell erwarten die Veranstalter mehr als 900 Aussteller. Die Branche fälle ihre Entscheidungen zwar äußerst kurzfristig, aber ein neuer Ausstellerrekord sei damit sehr wahrscheinlich, sagte Katharina Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch die Halle 1 bespielt, und zwar exklusiv vom Spiele-Publisher Electronic Arts. Die Bruttofläche der Gamescom beträgt damit 201.000 Quadratmeter, das entspricht einem Plus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Es seien aber auch die konzeptionellen Veränderungen der Messe, die das Wachstum generieren, betonte Hamma. „Es ist die Kombination aus einem plattformübergreifenden Ausstellungsangebot und bewährten Formaten im Rahmenprogramm.“ Zudem werden neue Veranstaltungsformate integriert wie etwa die Devcom, einem Programm für professionelle Games-Entwickler (20. August), sowie der Kongress Spobis, bei dem es um E-Sport und Sportvermarktung geht.

Die Gamescom wird gemeinsam vom BIU als Träger und der Koelnmesse GmbH ausgerichtet und findet in diesem Jahr vom 22. bis zum 26. August in Köln statt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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