Gefälschte Facebook-Profile: Russische Drahtzieher warben auch für Demos in den USA

Gefälschte Facebook-Profile: Russische Drahtzieher warben auch für Demos in den USA

, aktualisiert 12. September 2017, 11:14 Uhr
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Rund 470 Profile wurden identifiziert, die zwischen Juni 2015 und Mai 2017 tausende Anzeigen geschaltet haben sollen.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Zuge des vergangenen US-Präsidentschafts-Wahlkampfsollen sollen Russen gezielt politische Anzeigen platziert haben. Nun teilte das soziale Netzwerk mit, dass dabei auch beworbene Protestaktionen beworben wurden.

Menlo Park Die offenbar aus Russland geführte Online-Kampagne zur Destabilisierung der US-Innenpolitik im Zuge des vergangenen Präsidentschafts-Wahlkampfs hat laut Facebook auch die Organisation von Protestaktionen umfasst. Beim Entfernen von Anzeigen, die von gefälschten Facebook-Profilen bezahlt worden seien, seien auch beworbene Events gelöscht worden, bestätigte das Online-Netzwerk der Website „The Daily Beast“ in der Nacht zum Dienstag.

Dem Bericht zufolge gehörte dazu auch eine Demonstration gegen Flüchtlinge und Muslime in der Stadt Twin Falls im Bundesstaat Idaho im August des vergangenen Jahres. Das ist der erste bekanntgewordene Fall, in dem es nicht nur um die Verbreitung gefälschter Nachrichten oder Propaganda im Netz, sondern auch um Veranstaltungen im realen Leben geht.

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Facebook hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass russische Drahtzieher Anzeigenplatz beim Online-Netzwerk für rund 100 000 Dollar gekauft hätten, um sich in die US-Innenpolitik einzumischen. Dabei seien rund 470 Profile identifiziert worden, die zwischen Juni 2015 und Mai 2017 etwa 3000 Anzeigen geschaltet hätten.

„Unsere Analyse legt nahe, dass diese Accounts und Seiten miteinander vernetzt waren und von Russland aus betrieben wurden“, erklärte Facebooks Sicherheitschef Alex Stamos. Facebook machte damals keine Angaben zum Inhalt der Anzeigen oder dazu, wie viele Amerikaner und wo sie gesehen haben könnten. Ausländische Einmischung in den Wahlkampf ist in den USA grundsätzlich verboten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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