Gefahrensituationen: Microsoft will die Zukunft des Autos mitgestalten

Gefahrensituationen: Microsoft will die Zukunft des Autos mitgestalten

, aktualisiert 03. Januar 2017, 10:43 Uhr
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Der amerikanische Softwarekonzern arbeitet mit Partnern daran, wie Fahrzeuge mit der Infrastruktur kommunizieren können.

Quelle:Handelsblatt Online

Jetzt auch Microsoft: Nach den Technologieriesen Apple und Google will nun auch der amerikanische Softwarekonzern Microsoft die Zukunft des Autos mitgestalten. Geplant ist, die aktuelle Verkehrssituation zu analysieren.

Las VegasMicrosoft will gemeinsam mit Partnern an der Zukunft des Autos mitwirken. Auf der Technik-Messe in Las Vegas zeigt der Softwarekonzern, wie sich etwa mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Sicherheit des Fahrers oder die Integration personalisierter Funktionen verbessern lassen. Auf Basis der Cloud-Plattform Azure soll das System zum Beispiel die aktuelle Verkehrssituation und das Fußgängeraufkommen erfassen und analysieren. Der Partner NXP zeigt, wie Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren und frühzeitig vor Gefahrensituationen warnen können.

„Die Zusammenarbeit auf der CES 2017 ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir gemeinsam testen und ermitteln, welche Funktionalität wirklich Zukunft hat“, sagte Microsoft-Manager Kevin Dallas. Der niederländische Halbleiterhersteller NXP will dafür Sensoren sowie ein System zur Bilderkennung und Auswertung von Sensordaten beisteuern. Die auf der sogenannten RoadLink-Technologie basierenden Sensoren stellt das Unternehmen seit gut zwei Jahren in Serie her und liefert sie an den Automobilzulieferer Delphi Automotive. Die gemeinsame Lösung soll etwa vor Gefahrenquellen warnen können, noch bevor sie ins Sichtfeld des Autofahrers kommen.

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Die Ingenieurgesellschaft Auto und Verkehr (IAV), ein weiterer Partner im Verbund, an der Volkswagen 50 Prozent hält, will in Las Vegas mit mehreren Testfahrzeugen den aktuellen Stand in Europa und in den USA demonstrieren. „Diese Fahrzeuge haben bereits weite Strecken zurückgelegt - und dies fast ohne Eingriffe durch den Fahrer“, sagte Karsten Schulze, Sicherheitsexperte bei IAV.

IAV will unter anderem auch zusammen mit Hewlett Packard Enterprise einen Seat Leon Cupra zeigen, der über die Cloud direkt mit dem Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren soll. Biometrische Sensoren sollen dabei Daten der Fahrer und Insassen sammeln und dann automatisch etwa die Sitzeinstellung, Beleuchtung und das digitale Unterhaltungsprogramm entsprechend an die jeweiligen Personen anpassen.

An der Partnerschaft mit Microsoft ist dem Softwarekonzern zufolge auch die Versicherungsgesellschaft Swiss Re beteiligt, die intelligente Versicherungsmodelle für das autonome Fahren mit flexiblen Leistungen vorstellen will. Zudem wolle der irische Anbieter Cubic Telecom die nötige Netzinfrastruktur beisteuern.

Die Highlights der CES 2017

  • Samsung Galaxy A3 und A5

    Samsung erneuert seine Smartphone-Mittelklasse. Im Gegensatz zu den Top-Modellen der S-Reihe gibt es bei den A-Modellen leichte Abstriche beim Chip, Display und Kamera. Für die meisten Nutzer reicht das aber dennoch völlig aus. Verkaufsstart ist im Februar.

  • HTC X10

    Ebenfalls auf die Mittelklasse zielt das HTC X10. Der Nachfolger des X9 dürfte vor allem mit einem kolportierten Preis von 290 Dollar punkten.

  • Asus Chromebook Flip 2

    Asus erneuert sein Chomebook – das sind Netbooks auf Basis des Google-Betriebssystems chromeOS. Viel ist noch nicht bekannt, spekuliert wird über ein 12,5-Zoll-HD-Display und (ähnlich der Macbooks) nur noch USB-C-Anschlüsse.

  • Beyerdynamic Xelento Remote

    Beyerdynamic verspricht neue In-Ear-Kopfhörer der Spitzenklasse. Allerdings wohl auch zu einem Spitzenpreis von rund 1000 Dollar.

  • Samsung FlexWash + FlexDry

    Auf der CES geht es nicht nur um autonome Autos und Smartphones. Samsung zeigt eine gewöhnungsbedürftige Kombination aus Waschmaschine und Wäschetrockner, bei der zwei Programme gleichzeitig laufen können. Soll Zeit und Energie sparen.

  • GoXtreme Sphere WVR20

    GoXtreme zeigt mit der Sphere WVR20 eine 4K-fähige Virtual-Reality-Kamera. Und dem Vernehmen nach auch eine VR-Brille.

  • LG PJ9

    LG treibt das Prinzip der drahtlosen Lautsprecher auf die Spitze: Der PJ9 schwebt dank starker Magnete einige Zentimeter über der Basisstation frei im Raum. Damit ist er sicher ein Hingucker auf der CES. Aber auch ein Klangwunder?

  • HTC Vive 2

    Virtual Reality ist einer der Trends auf der CES. Neben der Oculus Rift gehört die HTC Vive zu den verbreitetsten VR-Brillen. Gerüchten zufolge steht auf der CES die Premiere der zweiten Generation an, die ohne Kabel auskommen soll.

  • Blackberry

    Blackberry hat angekündigt, keine eigenen Smartphones mehr herstellen zu wollen. Das letzte "echte" Blackberry-Gerät könnte auf der CES vorgestellt werden.

Die CES ist zu Jahresbeginn traditionell die erste Messe der Techbranche. Bereits in den vergangenen Jahren rückten zunehmend auch vernetzte und selbstfahrende Autos in den Mittelpunkt. Die Fachmesse für Unterhaltungselektronik findet in diesem Jahr offiziell vom 5. bis zum 8. Januar in der Wüstenstadt statt.

Quelle:  Handelsblatt Online
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