Geschäftszahlen: Wird Steve Ballmer für Microsoft zum Problem?

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Geschäftszahlen: Wird Steve Ballmer für Microsoft zum Problem?

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In der Nacht zu Freitag hat Microsoft seine Quartalszahlen bekannt gegeben.

von Meike Lorenzen

Mit Spannung wurden Microsofts neueste Quartalszahlen erwartet. Doch Konzern-Chef Steve Ballmer ist es nicht gelungen, mit Windows 8 in eine neue Ära zu starten. Der Softwareriese musste Gewinneinbußen hinnehmen.

"As cool as a tree, as scary as the sea, as warm as the sun, as silly as fun, ..." – der Song "Everything at Once" der Sängerin Lenka ist der Gewinner der aktuellen Microsoft-Werbekampagne zu Windows 8.

Die aktuelle Reklameoffensive, die das Unternehmen zugunsten des neuen Betriebssystems gestartet hat, ist derart allgegenwärtig, dass der eingängige Ohrwurm bei so manchem kaum verschwinden mag. In Sachen Marketing hat Microsoft also alles richtig gemacht. Doch ob das neue Flaggschiff das Unternehmen aus Redmond wieder auf die gewohnte Erfolgsspur bringt, wird in der Branche stark bezweifelt. Experten im Silicon Valley waren sich vorab einig, dass die Zahlen für das vergangene Firmenquartal nicht gut aussehen werden. "Seit der letzten Bekanntgabe im Dezember hat sich kaum etwas verändert, und der Januar war kein bedeutender Monat für Microsoft", sagt Patrick Moorhead, einer der bekanntesten Analysten der IT-Branche. Er beobachtet das Unternehmen um Chef Steve Ballmer seit mehr als zehn Jahren und ist sicher: "Wenn Windows 8 nicht den gewünschten Erfolg bringt, wird Ballmer früher oder später gehen müssen."

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag präsentierte die größte Software-Firma der Welt dann die neuesten Quartalszahlen. Und die zeigen, dass das neue Windows 8 bislang nicht den erhofften Durchbruch gebracht hat. Der weltgrößte Softwarekonzern musste im vergangenen Quartal wegen schwächelnder Verkäufe von Office-Büroprogrammen einen Gewinnrückgang hinnehmen: Der Gewinn sank auf 6,4 Milliarden Dollar von 6,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die Wall Street reagierte enttäuscht: Die Microsoft-Aktie gab im nachbörslichen Handel um 1,4 Prozent nach.

Die Bedeutung des neuen Betriebssystems, das sowohl für PCs als auch für mobile Endgeräte konzipiert wurde, ist für den Konzern immens. Die bunten Kacheln, die den User wie Apps durch die Struktur der Software führen, sollten eine Art Rettungsanker sein. Denn bisher läuft Windows weltweit zu 90 Prozent fast ausschließlich auf traditionellen PCs und Notebooks. Doch die einstigen Windows-Kunden greifen inzwischen immer öfter zu Tablets mit mobilen Betriebssystemen wie Googles Android und Apples iOS. Hätte Microsoft auf diesen Trend schneller reagiert, wären ihnen die Kunden vielleicht treu geblieben. Nun müssen Kunden zurückgewonnen werden.

Vom Tablet-Boom ist die gesamte PC-Branche gebeutelt. Laut Prognosen des Marktforschungsinstituts European Information Technology Observatory waren die Umsätze mit Notebooks in Deutschland im vergangenen Jahr mit einem Minus von 2,2 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro leicht rückläufig. Der Umsatz mit Desktop-PCs lag mit 2,4 Milliarden Euro fast unverändert ebenfalls unter Vorjahresniveau (- 0,7 Prozent).

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