Gewinnrückgang: Smartphones versauen Google das Werbegeschäft

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Gewinnrückgang: Smartphones versauen Google das Werbegeschäft

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Die Geschäfte bei Google laufen nicht ganz so rund wie von Anlegern erhofft.

Die Geldmaschine Google schaltet einen Gang runter, das Geschäft mit Online-Werbung wächst zögerlicher. Der Gewinn ging deshalb zuletzt etwas zurück. Die Börse hatte sich auf bessere Zahlen eingestellt.

Google verdient weiter Milliarden, aber das Geschäft wächst langsamer. Im dritten Quartal lag der Gewinn unterm Strich bei 2,81 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro) nach 2,97 Milliarden im entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie der Internetkonzern mitteilte.

Analysten hatten mit steigendem Profit gerechnet. An der Börse fiel die Reaktion entsprechend negativ aus. Zunächst geriet die Google-Aktie um etwa fünf Prozent ins Minus. Der Kurs fing sich aber wieder und pendelte sich bei gut zwei Prozent im roten Bereich ein. Finanzzchef Patrick Pichette zeigte sich dennoch zufrieden: „Google hatte eine weitere starke Performance in diesem Quartal“. Sein Unternehmen konnte den Umsatz im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 16,52 Milliarden Dollar ausbauen. „Wir sind weiterhin begeistert über das Wachstum.“

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Die Haupteinnahmequelle Online-Werbung sprudelt aber nicht mehr so stark. Die bezahlten Klicks nahmen um 17 Prozent zu, im Vorquartal waren sie noch um etwa ein Viertel gestiegen.

Googles Kerngeschäftsfelder

  • Google Advertising

    Geschäftsfeld: Online-Anzeigenvermarktung

    Marktanteil: 47 Prozent

  • Google Apps

    Geschäftsfeld: Cloud Software

  • Chrome

    Geschäftsfeld: Internet-Browser

    Marktanteil: 43 Prozent

  • Google Checkout

    Geschäftsfeld: Online-Bezahlsystem

  • Android + Google Play Store

    Geschäftsfeld: Mobil-Betriebssystem/App-Store

    Marktanteil: 81 Prozent

  • Google Maps + Waze

    Geschäftsfeld: Online-Kartendienst, Navigation

  • Youtube

    Geschäftsfeld: Internet-Videos

    Marktanteil: 82 Prozent

  • Google Search

    Geschäftsfeld: Internet-Suche

    Marktanteil: 69 Prozent

  • Gmail

    Geschäftsfeld: Web-Mail-Dienst

  • Google+

    Geschäftsfeld: Social Network

    360 Mio. Nutzer

Google macht einen großen Teil seines Geschäfts mit bezahlten Textanzeigen, die bei Suchmaschinen-Ergebnissen besonders prominent platziert werden, und grafischen Anzeigen, sogenannten Bannern. Zudem spielt der zum Konzern gehörende Videodienst Youtube Geld durch Werbeclips ein.

Die Anzeigen zahlen sich aber nicht mehr so aus wie im Vorjahr. Der Preis pro Klick ging um zwei Prozent zurück. Google macht die Verbreitung von Smartphones zu schaffen. Wegen der kleinen Bildschirme lässt sich mit Werbung auf mobilen Geräten weniger verdienen als auf einem PC.

Der Suchmaschinen-Riese buhlt mit Konkurrenten wie Facebook und Yahoo um Online-Werbebudgets. Die Wettbewerber werden ihre Quartalsbilanzen in den kommenden beiden Wochen veröffentlichen. Facebook hatte zuletzt einen massiven Anstieg der Werbeeinnahmen verzeichnet, vor allem im immer wichtigeren mobilen Geschäft.

Google stellt seine Geschäftsbasis allerdings immer breiter auf - beispielsweise mit dem Smartphone-Betriebssystem Android oder der Online-Bürosoftware Google Apps. Zuletzt machte der Konzern Schlagzeilen mit der Entwicklung selbstfahrender Autos und Drohnen, die Internet in entlegene Regionen der Welt bringen sollen.

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Erst am Mittwoch hatte der Konzern sein mobiles Betriebssystem Android aufgefrischt. Zudem brachte Google ein neues Smartphone und Tablet der Nexus-Serie heraus. Die neue Android-Version heißt Lollipop - entsprechend der Unternehmenstradition, die Varianten nach Süßigkeiten zu benennen.

Das neue Smartphone Nexus 6 wird zu einem deutlich höheren Startpreis erwartet als die bisherigen Modelle der Serie. Möglicherweise will Google damit im hochpreisigen Marktbereich angreifen und dort stärker in Konkurrenz zum iPhone-Anbieter Apple treten.

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