Sony: Jahrelange Sanierung zahlt sich aus

Gewinnsprung bei Sony: Jahrelange Sanierung zahlt sich aus

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Sonys Gewinn macht einen Sprung nach oben

Sony musste in den vergangenen Jahren einen Krisenherd nach dem anderen angehen: Unterhaltungselektronik, Smartphone-Geschäft, Hollywood-Studio. Doch inzwischen scheint die Wende geschafft.

Die jahrelange harte Sanierung von Sony trägt Früchte. Der japanische Elektronik-Riese verdiente im vergangenen Quartal 80,9 Milliarden Yen (621 Millionen Euro) - nahezu vier Mal mehr als die 21,2 Milliarden Yen ein Jahr zuvor. Damals wurde das Ergebnis allerdings auch durch Produktionsprobleme nach einem Erdbeben und eine Abschreibung im Kamerageschäft belastet. Für das noch bis Ende März 2018 laufende Geschäftsjahr bekräftigte Sony die Prognose eines operativen Gewinns von 500 Milliarden Yen.

Der Quartalsumsatz wuchs im Jahresvergleich um 15,2 Prozent auf rund 1,86 Billionen Yen (14,3 Milliarden Euro). Sony hob die Erlösprognose für das noch bis Ende März laufende Geschäftsjahr um knapp vier Prozent an. Zu den Zuwächsen tragen vor allem das Wachstum bei Kameramodulen, der Spielekonsole Playstation sowie auch der schwache Yen bei.

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Im Geschäftsbereich mit den Kameramodulen sprang der Umsatz im Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um gut 40 Prozent auf 204 Milliarden Yen hoch. Es gab einen operativen Gewinn von gut 55 Milliarden Yen, nachdem die Sparte im Vorjahresquartal noch rote Zahlen von 43,5 Milliarden Yen erwirtschaftet hatte. Sony ist ein führender Lieferant von Sensoren für Smartphone-Kameras.

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Der Elektronikkonzern fährt nach der jahrelangen harten Sanierung nun immer höhere Gewinne ein. Quelle: dpa

Der Bereich wurde zu einer zentralen Stütze des Geschäfts während des Umbaus der lange verlustreichen Elektronik-Sparte. Die zwischenzeitliche Abkühlung des Smartphone-Marktes im vergangenen Jahr traf Sony deshalb entsprechend hart. Inzwischen profitiert der Konzern jedoch wieder von neuem Schwung in dem Geschäft. Und auch der geschrumpfte Heimelektronik-Bereich wirft wieder stabil schwarze Zahlen ab.

Die Games-Sparte konnte zwar den Umsatz um gut fünf Prozent steigern. Aber das operative Ergebnis fiel im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 17,7 Milliarden Yen, vor allem weil es diesmal keinen so erfolgreichen Spieletitel direkt von Sony wie „Unchartered 4“ vor einem Jahr gab. Der Konzern verkaufte 3,3 Millionen Playstation-4-Konsolen.

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Spotify einigt sich mit Sony Quelle: REUTERS

Im Smartphone-Geschäft zahlt sich der Fokus auf teurere Modelle aus. Der operative Gewinn wuchs von 400 Millionen auf 3,6 Milliarden Yen. Sony erwartet, im gesamten Geschäftsjahr 16,5 Millionen Smartphones zu verkaufen, nach 14,6 Millionen im Jahr davor.

Die Film-Sparte steigerte zwar den Umsatz um über zwölf Prozent auf rund 206 Milliarden Yen, blieb aber in der Verlustzone mit einem operativen Minus von 9,5 Milliarden Yen. Der Auslöser dafür seien unter anderem die Marketing-Ausgaben für den neuen „Spider-Man“-Film gewesen. Sonys Hollywood-Studio wird gerade unter der Regie von Konzernchef Kazuo Hirai saniert, um es nach einigen kostspieligen Flops effizienter zu machen.

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