Gewinnsprung: Die Cloud trägt Microsoft auf neue Höhen

Gewinnsprung: Die Cloud trägt Microsoft auf neue Höhen

, aktualisiert 21. Juli 2017, 02:23 Uhr
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Blendend gute Quartalszahlen: Microsoft überrascht die Anleger mit seinem Quartalsbericht.

Quelle:Handelsblatt Online

Microsoft profitiert vom boomenden Cloud-Geschäft. Mit seinen Quartalszahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Anleger weit übertroffen. Die Umsätze mit den Surface-Tablets und -Laptops gingen unterdessen zurück.

RedmondMicrosoft hat mit seinen Zahlen im vergangenen Quartal die Wall-Street-Erwartungen übertroffen. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar, der Gewinn wurde mit 6,5 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Die Aktie legte am Donnerstag nachbörslich zeitweise um rund drei Prozent zu.

Der zentrale Wachstumstreiber blieb das Cloud-Geschäft mit Diensten wie Software und Speicher aus dem Netz. Der Umsatz des Bereichs wuchs um elf Prozent auf 7,43 Milliarden Dollar und das operative Ergebnis nahm um rund 15 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar zu.

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Der Umsatz in der Computer-Sparte sank dagegen in dem Ende Juni abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um 1,5 Prozent auf 8,82 Milliarden Dollar. Den Ausschlag dafür gab vor allem der weitgehende Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft, durch den Erlöse von 361 Millionen Dollar wegfielen.

Die Umsätze mit den Tablets und Laptops der Microsoft-Marke Surface sanken um zwei Prozent bzw. 20 Millionen Dollar, weil weniger Geräte abgesetzt wurden. Der Rückgang sei aber zum Teil durch den Verkauf teurerer Modelle abgefedert worden, hieß es.

Bei den Windows-Erlösen gab es ein Plus von zwei Prozent bzw. 103 Millionen Dollar. Der Umsatz mit Geräten der Xbox-Spielekonsole fiel wegen gesunkener Stückzahlen und Preissenkungen um 29 Prozent. Höhere Erlöse mit Software und Diensten fingen das etwas auf.

Ein weiterer Faktor für das Umsatzwachstum im Jahresvergleich war die Ende 2016 vollzogene Integration des für 26 Milliarden Dollar übernommenen Karriere-Netzwerks LinkedIn. Der Zukauf erzielte einen Umsatz von 1,1 Milliarden Dollar. Zugleich verbuchte das Business-Netzwerk, bei dem Nutzer nach neuen Jobs suchen und berufliche Informationen austauschen können, Betriebskosten von einer Milliarde Dollar. Im Zusammenhang mit der Übernahme verbuchte Microsoft noch einen operativen Verlust von 361 Millionen Dollar.

Quelle:  Handelsblatt Online
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