Google: Gewinn bleibt unter Erwartungen

Google: Gewinn bleibt unter Erwartungen

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Google hat seine Zahlen für das erste Quartal 2015 vorgelegt.

Zum sechsten Mal in Serie hat der Internet-Gigant Google die Prognosen der Finanzprofis mit seinen Quartalszahlen unterboten. Trotzdem bleibt der Konzern eine Geldmaschine.

Das Werbe-Geschäft von Google wächst auch im Smartphone-Zeitalter. Die Haupteinnahmequelle brachte dem Internet-Konzern im ersten Quartal 16,5 Milliarden Dollar ein, das waren elf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. „Wir sehen weiter großen Schwung im mobilen Werbe-Geschäft“, sagte Google-Finanzchef Patrick Pichette nach Vorlage der Zahlen am späten Donnerstag.

Google verdient sein Geld hauptsächlich mit Anzeigen im Umfeld von Suchanfragen. Das Geschäft mit Online-Werbung folgt jedoch den Nutzern vom PC auf die Smartphone-Bildschirme. Die Tarife für Anzeigen auf mobilen Geräten sind dabei niedriger. Google konnte aber den Rückgang der durchschnittlichen Einnahmen pro Klick um sieben Prozent durch ein höheres Volumen ausgleichen.

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Doch auch die Konkurrenz legt auf diesem Gebiet kräftig zu. Vor allem Facebook, das erst am Mittwoch einen Umsatzsprung von 42 Prozent gemeldet hatte, ist ein unangenehmer Rivale.

Google in Zahlen

  • Gesamtumsatz

    Der Umsatz des Internet-Giganten lag im vierten Quartal 2014 bei 18,1 Milliarden Dollar. Den größten Teil seiner Umsätze (12,4 Milliarden Dollar) erzielte Google dabei auf den eigenen Seiten, den Rest (3,7 Milliarden Dollar) auf den Webseiten von Geschäftspartnern.

  • Haupteinnahmequelle

    Wenn es um das Geldverdienen geht, ist Google quasi ein „One-Trick Pony“, also ein Zirkuspferd, das nur einen einzigen Trick beherrscht, nämlich Werbung. Von den 18,1 Milliarden Dollar Umsatz im vierten Quartal 2014 entfielen gut 16,1 Milliarden auf Online-Werbung.

  • Weitere Einnahmequellen

    In der Google-Bilanz wird neben Online-Werbung nur noch ein Umsatz-Segment mit dem Namen „Other“ (Anderes) aufgelistet. Hinter diesen Umsätzen von knapp zwei Milliarden Dollar, die Google nicht weiter aufschlüsselt, stehen nach Experten-Einschätzung vor allem die Gebühren aus dem Play Store, die der Internet-Riese von den Entwicklern von Android-Apps und Unterhaltungsanbietern verlangt.

  • Die Dienste des Internet-Giganten

    Google Suche, G-Mail, Google Maps, der Online-Speicher Google Drive, das Smartphone-Betriebssystem Android mit dem App-Store Google Play: Die Liste der Google-Dienste wird von Jahr zu Jahr länger. In seinen geheimen Labs arbeitet der Konzern außerdem bereits an weiteren Produkten wie einem selbstfahrenden Auto oder Heißluft-Ballons, über die auch entlegene Gegenden mit Internet-Zugängen versorgt werden sollen.

Insgesamt wuchs der Gewinn im ersten Quartal im Jahresvergleich um vier Prozent auf 3,59 Milliarden Dollar (3,32 Milliarden Euro). Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 17,3 Milliarden Dollar. Allerdings litt wie so viele US-Unternehmen auch Google unter dem starken Dollar. Ohne den Einfluss des Wechselkurses, der die im Ausland erwirtschafteten Erlöse bei Umrechnung in US-Währung verringert, hätte das Umsatzplus bei 17 Prozent gelegen.

Zugleich gelang es Google besser, die Kosten unter Kontrolle zu behalten. Die Ausgaben wuchsen um 21 Prozent nach einem Anstieg von 35 Prozent im Vorquartal.

Insgesamt blieben die Quartalszahlen bereits das sechste Mal in Folge unter den Markterwartungen. Dennoch stieg die Aktie nachbörslich um mehr als drei Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten war die Kursentwicklung allerdings auch deutlich hinter der des Technologie-Index Nasdaq zurückgeblieben.

Der Konzern hat derzeit aber ohnehin noch andere Sorgen als den Aktienkurs. So hat die EU-Kommission Google jüngst den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vorgeworfen und droht mit einer Milliardenstrafe.

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