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Groupon & Co.: Das Ende der Online-Rabattmarke

von Kerstin Dämon

Groupon musste zum wiederholten Mal miese Zahlen präsentieren. Wahrscheinlich wird es auch nicht das letzte Mal sein. Das System Groupon krankt.

Die deutsche Seite der Rabatt-Website Groupon Quelle: dpa
Groupon macht Verluste - und verprellt seine Partner. Quelle: dpa

Am vierten November ging das US-Unternehmen Groupon an die Börse und schon da war die Bilanz nicht gerade rosig. 2010 hatte die zwei Jahre zuvor gegründete Rabatt-Website 456 Millionen Dollar verloren. Die Zahl der Partnerschaften und der Kunden sank. Der Börsengang brachte dann stolze 700 Millionen Dollar - und nun geht es schon wieder nach unten, die Zahlen sind dunkelrot: 2011 musste Groupon einen Verlust von 351 Millionen Dollar verbuchen. Im Schlussquartal, in dem die IPO stattfand, machte das Unternehmen 43 Millionen Dollar Miese. Nach Veröffentlichung der Zahlen brach die Aktie um mehr als zehn Prozent ein.Noch so ein Geschäftsjahr, und das Geld aus dem Börsengang ist verpufft.

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Modell nicht zukunftsfähig
Laut dem Vorstand des Unternehmens liege der Verlust in der Expansionsstrategie: Groupon wächst und wächst. Der Ausbau koste und bringe mitunter hohe Steuerzahlungen mit sich. So habe man für einen Verwaltungsstandort in der Schweiz rund 35 Millionen Dollar Steuern zahlen müssen, sagte Finanzchef Jason Child. Der Firmengründer Andrew Mason freut sich dagegen darüber, in 47 Ländern mehr als 33 Millionen Kunden Schnäppchen beschert hat. Und genau daran krankt das System Groupon: An den Schnäppchen.

Groupon & Co. Tückische Rabattschlacht im Internet

Der Gutscheinvermarkter Groupon hat eine millionenfache Fangemeinde erobert und einen Rabattsturm im Internet entfacht. Nun strebt Groupon an die Börse. Doch das Geschäftsmodell hat Tücken für Kunden und kooperierende Unternehmen.

Groupon & Co. : Tückische Rabattschlacht im Internet

Groupon ist zwar Marktführer im Rabattgeschäft, Experten zweifeln allerdings schon länger daran, ob dieses Modell auf Dauer überlebensfähig ist. Bei Groupon-Deals bietet ein Partnerunternehmen ein reguläres Produkt für mindestens die Hälfte an. Wenn sich online genug Interessierte finden, kommt der Deal zustande, Groupon gibt den Gutschein raus und bekommt die Hälfte des Gutscheinwertes. Für das Partnerunternehmen muss das ein Verlust sein.

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