Internet-Aktien: Riskante Wetten und solide Internet-Investments
Facebook (Aktienkurs in Euro)
Zum Start ein Absturz. Noch sind Aktionäre der ersten Stunde weit von ihrem Einstandskurs entfernt.
LinkedIn (Aktienkurs in Euro)
Das Online-Karrierenetzwerk kam an der Börse ebenfalls unter die Räder. Langsam erholt sich die Aktie
Groupon (Aktienkurs in Euro)
Die Rabattplattform im Internet hat ein wackliges Geschäftsmodell, weil der Nutzen für zahlende Kunden fraglich ist. Dass Groupon jüngst erstmals Geld verdient hat, ist für Aktionäre kein Trost.
Netflix (Kurs in Euro)
Die größte Video- und TV-Plattform in den USA zählt rund 24 Millionen Abonnenten. Der Kurschart zeigt nach langer Korrekturphase endlich eine Bodenbildung.
Yahoo! (Kurs in Euro)
Bevor Google den Suchmaschinenmarkt neue aufrollte, war Yahoo! der Marktführer. Seit Jahren kämpft die Internet-Ikone mit schrumpfenden Umsätzen - zuletzt wieder etwas erfolgreicher.
Ebay (Kurs in Euro)
Der Aufwärtstrend ist intakt, die Aktie gemessen an den Gewinnerwartungen nicht einmal teuer.
Amazon (Kurs in Euro)
Amazon entwickelt sich immer mehr zum Kaufhaus der Welt, der Expansionskurs ist aggressiv.
Google (Kurs in Euro)
Im ersten Quartal konnte Google seine Ertragskraft nochmals steigern. Gegenüber dem ersten Quartal 2011 legte der Umsatz in den ersten drei Monaten dieses Jahres nochmals um 24 Prozent zu. Auch der Quartalsgewinn fiel so hoch wie nie zuvor aus.
Facebook (Aktienkurs in Euro)
Zum Start ein Absturz. Noch sind Aktionäre der ersten Stunde weit von ihrem Einstandskurs entfernt.
Einen wahrlich kurzen Kurzbesuch hat Groupon-Chef Andrew Mason Mitte Juli in Berlin hingelegt. Mason war angereist um das neue "Groupon International Headquarter", so hieß es großspurig in der Einladung, in der Hauptstadt einzuweihen. Rund 850 Mitarbeiter sollen künftig in der neuen Zentrale die Geschäfte außerhalb der USA abwickeln. Er sei "super eifersüchtig" auf das neu bezogene Altbauquartier, ließ Mason die Berliner Belegschaft wissen, und verschwand dann auch super schnell nach wenigen Minuten wieder von der Party.
Nicht mal für die anschließende Pressekonferenz fand er noch Zeit: Mit der Entschuldigung, sein Unternehmen befinde sich gerade in der "Quiet Period" und er könne sich daher nicht zu strategischen Themen äußern, machte sich Mason aus dem Staub. Zwar sieht die US-Börsenaufsicht SEC tatsächlich vor der Veröffentlichung von Geschäftszahlen eine Schweigezeit vor. In aller Regel dauert die bei Quartalszahlen gleichwohl nicht länger als zwei Wochen.
Erst gestern Abend brach Mason dann sein Schweigen. Doch was er zu sagen hatte, sorgte nur für wenige Begeisterung an den Märkten. Zwar gelang es Groupon im zweiten Quartal, den Umsatz um 45 Prozent auf 568 Millionen Dollar zu stemmen. Und für sich genommen mag das auch eine beeindruckende Zahl darstellen. Angesichts von Wachstumsraten von 89 Prozent im ersten Geschäftsquartal und ähnlichen hohen Zuwachsquoten im Geschäftsjahr zuvor geriet aber auch dieser vermeintlich Glanzpunkt zur Enttäuschung.
Auch die gelungene Flucht aus der Verlustzone die Mason erleichtert am Montagabend verkündete, stellte nur auf den ersten Blick einen Erfolg dar. Unter dem Strich verdiente der Börsenneuling 28 Millionen Dollar nach einem Verlust von 107 Millionen Dollar vor einem Jahr. Der Sprung gelang Groupon letztlich allerdings nur durch den Tausch von Anteilen an Firmen in China und einem daraus resultierenden Gewinn.
Kein Wunder also, dass es Mason in Berlin vorzog zu schweigen und es stattdessen Veit Dengler überließ, dem Chef fürs internationale Geschäft, über die Zukunft der Rabatt-Webseite zu plaudern. Und die sah Dengler nicht in der ursprünglichen Geschäftsidee. Groupon solle sich zum Dienstleister für Mittelständler weiterentwickeln, so Dengler. "Wir sehen uns als Marktplatz für den lokalen Handel". Kosmetiksalons oder Restaurants sollen ihr Geschäft in Zukunft über das Portal verwalten können.
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