Gutes Digitalgeschäft: Umsatzzuwachs bei Axel Springer

Gutes Digitalgeschäft: Umsatzzuwachs bei Axel Springer

, aktualisiert 07. November 2011, 12:46 Uhr
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Zeitschriften des Axel-Springer-Verlags.

Quelle:Handelsblatt Online

In den ersten neun Monaten hat Axel Springer seinen Umsatz um zwölf Prozent steigern können. Vor allem das Geschäft mit digitalen Inhalten läuft immer besser.

BerlinDer Medienkonzern Axel Springer traut sich ein weiteres Rekordjahr zu. Die Aussichten dafür seien gut, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner am Montag. Auch für 2012 zeigte sich der Vorstandsvorsitzende optimistisch und stellte ein Umsatz- und Ergebnisplus in Aussicht. Der Ausbau des digitalen Geschäfts und der Auslandsaktivitäten trägt für das Berliner Unternehmen Früchte. Allein im dritten Quartal verdoppelte die Internet-Sparte, zu der Online-Marktplätze wie Immonet, das Prospekte-Portal kaufDA und Flaggschiffe wie Bild.de gehören, ihr Ergebnis. Das Verlagshaus, das jüngst mit einer Offerte für Teile des WAZ-Konzerns Aussehen erregte, konnte jüngst den Auflagenschwund auf dem heimischen Printmarkt mit „Bild“ und „Welt“ stoppen. Zu den Verhandlungen mit der WAZ hielt sich Döpfner bedeckt.

Die Springer-Aktie entwickelte sich bisher im Jahresverlauf zum MDax schwächer. Analysten wie Harald Heider von der DZ Bank sehen angesichts der Zahlen, die über den Erwartungen ausfielen, erhebliches Aufwärtspotenzial. Die Aktie legte mehr als drei Prozent zu und übertraf damit den Markt.

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Der Umsatz mit Werbung stieg in den ersten neun Monaten um knapp 19 Prozent und damit stärker als der Gesamtumsatz, der um knapp zwölf Prozent auf etwa 2,32 Milliarden Euro wuchs. Lediglich bei den nationalen Zeitungen und Zeitschriften gab es Gegenwind, die Werbeerlöse waren rückläufig. Mit Werbung macht Springer fast die Hälfte seiner Umsätze. Die meisten Impulse kamen zuletzt aus dem Geschäft mit Bild.de, Bezahlangeboten im Internet, diversen Online-Portalen und dem Joint-Venture in Osteuropa mit dem Schweizer Verlag Ringier.

Die positiven Auswirkungen auf die Bilanz durch die Zusammenarbeit mit Ringier liefen zur Jahresmitte aus. Dies sowie steuerliche Einmaleffekte hätten zum Rückgang des Überschusses beigetragen, sagte Springer-Finanzchef Lothar Lanz. Im Dreivierteljahr fiel der Gewinn um knapp zehn Prozent auf 233 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg hingegen um fast 16 Prozent auf rund 446 Millionen Euro. Für das laufende Gesamtsjahr bestätigte der Verlag seine Prognose: Er rechnet weiter mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen sowie einem Ebitda-Anstieg im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Die gesamtwirtschaftlichen Turbulenzen hätten sich bisher nicht auf das Geschäft ausgewirkt, betonte Lanz.

Ende September gab Springer eine Offerte für Teile der WAZ-Gruppe ab. Als Sahnestück gilt neben dem Online-Geschäft der WAZ-Anteil an dem österreichischen Boulevard-Blatt „Kronen-Zeitung“. Das sei eine starke Marke, sagte Döpfner. Diese zu digitalisieren, sei „eine reizvolle Aufgabe“. Angaben zu den laufenden Verhandlungen wollte Döpfner nicht machen. „Wenn Interesse besteht, werden wir uns freuen.“ Das Kaufangebot bewertet Insidern zufolge die Geschäftssparten, auf die Springer ein Auge geworfen hat, mit insgesamt 300 bis 330 Millionen Euro.

Springer verfolgt seit Jahren die Strategie, sich mit Hilfe von Zukäufen und Digitalisierungen unabhängiger von den Entwicklungen auf dem heimischen Printmarkt zu machen. In diesem Jahr kaufte der Konzern unter anderem für mehr als 600 Millionen Euro das französische Immobilienportal Seloger. Springer sei finanziell gut aufgestellt und könne den Wachstumskurs fortsetzen, betonte Lanz.

Quelle:  Handelsblatt Online
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