Halbleiterhersteller: Infineon-Chef Peter Bauer tritt zurück

Halbleiterhersteller: Infineon-Chef Peter Bauer tritt zurück

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Der Vorstandsvorsitzende Peter Bauer am 8. März in München. Er hat den Konzern zuletzt wieder auf Erfolgsspur gebracht. Jetzt zieht er sich aus gesundheitlichen Gründen zurück

Überraschend legt Peter Bauer, Chef des Halbleiterherstellers Infineon, zum 30. September den Vorstandsvorsitz nieder. Grund: die Gesundheit.

Der Dax-Konzern teile am Sonntagabend mit, dass Peter Bauer wegen gesundheitlicher Gründe zum Ende des laufenden Geschäftsjahres aus dem Vorstand ausscheiden werde. Neuer Vorstandschef zum 1.
Oktober wird Reinhard Ploss. Er ist im Vorstand derzeit für Produktion, Entwicklung und Technik sowie Personal verantwortlich.

Der 51-jährige Bauer, der an Osteoporose leidet, sagte, die Entscheidung sei ihm schwer gefallen. Wegen des ungewissen Verlaufes der Krankheit habe er sich aber zu diesem Schritt durchgerungen.
Seinen Anspruch, Infineon als Vorstandschef mit uneingeschränktem Einsatz jederzeit zu leiten und in die Zukunft zu führen, könne er auf Dauer nicht mit der Krankheit vereinbaren.

Der Aufsichtsrat dankte dem scheidenden Vorstandschef. Bauer habe
sich für das Unternehmen außerordentlich verdient gemacht, erklärte
der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber. Mit seiner
Führungsmannschaft habe Bauer zukunftsweisende Weichenstellungen
eingeleitet. Infineon sei „heute stabil und profitabel aufgestellt,
verfügt über attraktive Produkte, eine moderne, globale Fertigung
und über kompetentes Personal mit einem starken Führungsteam“.

Nach einem Elektrotechnikstudium an der Technischen Universität
in München hatte Bauer Mitte der 80er Jahre seine Laufbahn bei
Siemens im Bereich Halbleiter begonnen. Er begleitete dessen
Ausgründung in die Infineon Technologies AG und den Börsengang im
Jahr 2000 bereits als Vorstandsmitglied. Im Juni 2008 wurde er
Vorstandschef. Unter seiner Leitung gelang die Restrukturierung des
Unternehmens und die Refinanzierung während der Finanzkrise 2009.

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Chipkonzern Infineon verblüfft mit Gewinnzuwachs

Der Konzern hat im vergangenen Quartal bessere Geschäfte gemacht als erwartet.

Fahnen mit dem Logo von Infineon. Quelle: APN

Ploss ist seit mehr als 25 Jahren im Unternehmen, seit Juni 2007
gehört er dem Vorstand an.

Infineon erzielte im Geschäftsjahr 2011 (Ende September) einen
Umsatz von vier Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt weltweit
rund 26.000 Mitarbeiter.

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