Hana-Technologie: SAP stellt Produkte auf neue Technologie um

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Hana-Technologie: SAP stellt Produkte auf neue Technologie um

Der Softwarekonzern SAP hat sein neues Programpaket vorgestellt. Die Software zur Steuerung von Unternehmen basiert künftig auf einer BigData-Technologie. Dadurch soll auch das Cloud-Geschäft von SAP profitieren.

Der Softwarekonzern SAP hat die nächste Generation seines Programmpakets zur Steuerung von Unternehmen vorgestellt. Die neue Version der "Business Suite", wie das Bündel von Software für verschiedene Anwendungen in Firmen genannt wird, sei die wichtigste Neuerung seit über zwei Jahrzehnten, erklärte Vorstandschef Bill McDermott in New York. Damals hatte SAP das lange Zeit erfolgreiche System "R3" eingeführt.

Die Entwicklung von SAP

  • 1972: Der Urknall

    Gründung als SAP Systemanalyse und Programmentwicklung in Weinheim; 1976 Umbenennung in Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung; 1977 Umzug nach Walldorf.

  • 1973: Der Startschuss

    Fertigstellung der ersten Finanzbuchhaltungssoftware namens System RF - Grundstein für das spätere Komplettpaket R/1 als umfassende betriebswirtschaftliche Standardsoftware.

  • 1988: Die Expansion

    Die 1979 erstmals angebotene Software R/2 boomt: Bis Jahresende setzt SAP 245 Millionen Mark um. Im Oktober geht das Unternehmen für umgerechnet 380 Euro je Aktie an die Börse.

  • 1991: Der Megaseller

    Auf der Computermesse Cebit zeigt SAP erstmals die Software R/3, an der die Entwickler seit 1987 arbeiteten. Für den Mittelstand konzipiert, erweist sich R/3 als Megaseller für Konzerne.

  • 1998: Die Globalisierung

    Zur Untermauerung der Auslandsexpansion und zur Eroberung des US-Marktes notiert SAP im August an der New York Stock Exchange. Umsatz 4,3 Milliarden Euro.

  • 2007: Die Beschleunigung

    SAP kauft für 4,8 Milliarden Euro den französischen Softwareanbieter Business Objects. 2010 folgt der Kauf des US-Softwarehauses Sybase für 4,6 Milliarden Euro. Die Basis für neues Wachstum ist geschaffen.

  • 2010: Der Neuanfang

    Nach weniger als einem Jahr muss Léo Apotheker als Chef seinen Hut nehmen. Oberkontrolleur Hasso Plattner beruft Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott als Nachfolger.

  • 2011: Der Angriff

    Dem Chefduo Snabe und McDermott gelingt das beste Jahr der Unternehmensgeschichte. Ende 2011 kündigen sie die Übernahme des US-Anbieters SuccessFactors an. Damit schalten sie um auf neue Produkte im zukunftsträchtigen Mobil- und Cloud-Computing-Geschäft.

  • 2012: Das Durchstarten

    Mit der Milliardenübernahme des US-Anbieters Ariba verstärken die Co-Chefs Snabe und McDermott ihr neues Cloud-Geschäft weiter. Zugleich erhält SAP ein riesiges Internet-basiertes Beschaffungs-Netzwerk für Geschäftskunden.

  • 2013: Die Umwandlung

    Im Frühjahr gibt SAP bekannt, sich in eine europäische Aktiengesellschaft SE umwandeln zu wollen. In der Belegschaft weckt das Befürchtungen, der Konzern könne mittelfristig seinen Firmensitz weg von Walldorf verlagern.

  • 2014: Der Alleinherrscher

    Auf der Hauptversammlung im Mai wird McDermott alleiniger SAP-Chef. Sein bisheriger Kompagnon Snabe rückt in den Aufsichtsrat. McDermott will SAP noch schlanker und flexibler machen sowie das Unternehmen ganz auf die Cloud trimmen.

Das neue Produkt nutzt die von SAP entwickelte Hana-Technologie, mit der große Datenmengen in Echtzeit verarbeitet werden können. Firmenlenker hätten mit der Suite "S/4HANA" viel schneller als bisher aktuelle Daten als Entscheidungsbasis zur Hand und könnten ihre Geschäftsabläufe vereinfachen, sagte McDermott. Zudem sei die Benutzeroberfläche so verbessert und die benötigte Datenmenge so stark reduziert worden, dass Manager die Programme unterwegs per Smartphone nutzen können. Die neue Software soll es den Unternehmen erleichtern, mit dem jüngsten Schub der Digitalisierung in der Wirtschaft neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

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Das neue Produkt stellte SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner in New York vor. In seinem Forschungsinstitut in Potsdam war Hana entwickelt worden. Plattner betonte die Vorteile der neuen IT-Architektur für die Kunden: "Wir können alles in ein System bringen, das ist eine enorme Kosteneinsparung", sagte er. Ein Vorteil sei auch, dass die Nutzer wählen können, ob sie die Programme auf ihren eigenen Rechnern installieren oder über das Internet auf die Software in einer Cloud-Version zugreifen.

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Die Neuerung soll deshalb auch den Ausbau des Cloud-Geschäfts bei SAP vorantreiben. Bis 2020 will SAP bei einem Gesamtumsatz von 26 bis 28 Milliarden Euro rund acht Milliarden Euro mit der Mietsoftware einnehmen. Da die Cloud-Produkte erst auf längere Sicht mehr abwerfen als die traditionelle Lizenzsoftware, hatte SAP vor Kurzem seine Gewinnerwartung für die kommenden Jahre zurückgeschraubt. Zum Geschäftspotenzial von S/4HANA sagte McDermott nichts.

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