Hana und Watson: SAP weitet die Kooperation mit IBM aus

Hana und Watson: SAP weitet die Kooperation mit IBM aus

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Das Logo des Softwarekonzerns SAP

Die Softwarekonzerne IBM und SAP weiten ihre Zusammenarbeit aus. SAP hofft, so im Cloud-Geschäft weiter gegen US-Konkurrenten aufzuholen. IBM will für seine künstliche Intelligenz „Watson“ neue Kunden finden.

IBM und SAP wollen ihre Partnerschaft enger knüpfen und künftig gemeinsam für ihre Geschäftskunden neue, intelligente Lösungen auf Basis der „Watson“-Technologie des amerikanischen IT-Dienstleisters entwickeln.

Im Zuge der Digitalisierung sollen die Kunden mit Hilfe künstlicher Intelligenz ihre Geschäftsprozesse modernisieren können. Geplant seien zwei gemeinsame Entwicklungszentren sowohl am SAP-Firmensitz in Walldorf als auch in Palo Alto im Silicon Valley.

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SAPs betriebswirtschaftliche Kernanwendung Hana soll den Plänen zufolge künftig mit künstlicher Intelligenz von IBM ausgestattet werden. Hana ermöglicht es, beinahe in Echtzeit große Datenbestände zu analysieren. Mithilfe von „Watsons“ analytischer Intelligenz wird die Software noch effizienter. Sie kann zum Beispiel bei der Suche und Auswahl neuer Mitarbeiter helfen. Entsprechende Anwendungen wollen die Unternehmen an den beiden neuen Stützpunkten für die Kunden präsentieren.

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Logos des Softwarekonzerns SAP. Quelle: dpa

Technisch soll dafür SAPs Hana-System in IBMs Cloud integriert werden. Der Betrieb wird von den traditionellen x86er-Systemen von Intel auf IBMs Power-Systeme portiert. Beide Konzerne hoffen, so neue Kundenkreise zu erreichen. SAP diejenigen, die nicht auf Server-Technik auf Basis von Intel-Prozessoren setzen, sondern auf IBM; IBM setzt darauf, dass sich durch die Kooperation „Watson“ weiter verbreitet.
Zudem sollen mit dem Design-Know-how von IBM die Benutzerschnittstellen von Hana auch bei der mobilen Nutzung optimiert werden. IBM war zuletzt auf Einkaufstour und hatte eine Reihe von Design-Agenturen übernommen.

Zuletzt war SAP gegenüber US-Konkurrenten wie Salesforce und Oracle in Rückstand geraten, weil die Walldorfer den Trend hin zum Anbieten von Software-Dienstleistungen via Cloud bis 2014 verschlafen hatten und weiterhin auf Installation beim Kunden vor Ort setzten. Deutlich kostengünstiger ist es, den Kunden IT-Dienstleistungen über Rechenzentren zur Verfügung zu stellen.

Im vergangenen Jahr zahlte sich das Umschwenken von SAP hin zur Cloud erstmals aus: So hatten sich die Cloud- und Supporterlöse 2015 auf 2,3 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Die Cloud-Umsätze lagen immerhin bereits bei gut elf Prozent des Gesamtumsatzes. Im Geschäftsjahr 2014 lag die Quote dagegen erst bei rund sechs Prozent. Mithilfe von IBM soll der Umbau weiter vorangetrieben werden.

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