Hasso Plattner: SAP-Gründer kritisiert Debatte um Vermögensverteilung

Hasso Plattner: SAP-Gründer kritisiert Debatte um Vermögensverteilung

, aktualisiert 26. Januar 2018, 08:18 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

SAP-Gründer Hasso Plattner hat die Debatte um die ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland kritisiert. Niemand habe mehr Geld, wenn man Reichen etwas wegnehme. Höhere Steuern für Firmenvermögen lehnt er ebenfalls ab.

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Der SAP-Gründer kann der aktuellen Debatte über die ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland nicht viel abgewinnen.

BerlinDer Unternehmer und Mäzen Hasso Plattner kritisiert die Debatte um die ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland. Mit Blick auf eine Oxfam-Studie, wonach in Deutschland die reichsten 40 Personen über das gleiche Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung verfügten, sagte der Gründer des Software-Konzerns SAP der „Bild“-Zeitung (Freitag): „Das ist eine sehr deutsche Aufregung um diese Studie. In den USA guckt man sich das an – und es ist vergessen.“

Ungleiche Verteilung von Vermögen sei nicht ungewöhnlich, sagte Plattner, der zu den reichsten Deutschen gehört: „Natürlich besitzen wenige Reiche mehr als ganz viele nicht reiche Menschen. Das ist so.“ Er fügte laut „Bild“-Zeitung hinzu: „Es wird kein armer Deutscher reicher, wenn ich weniger habe.“

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Plattner warnt dem Bericht zufolge vor einer höheren Besteuerung von Firmenvermögen. Eine pauschale Vermögensteuer könne nicht differenziert angewendet werden auf Betriebs- und Privatvermögen. Auf den Grundgesetz-Grundsatz „Eigentum verpflichtet“ angesprochen, sagte Plattner laut „Bild“: „Wenn Sie, wie ich und die meisten Reichen, die ich kenne, Firmenvermögen besitzen, dann gibt es drei Verpflichtungen: An erster Stelle die Mitarbeiter, an zweiter die Kunden und an dritter Stelle das soziale Engagement in der Gesellschaft.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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