Hauptversammlung: TV-Hersteller Loewe findet Partner in China

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Hauptversammlung: TV-Hersteller Loewe findet Partner in China

Der angeschlagene TV-Gerätehersteller Loewe hat einen strategischen Partner gefunden. Ein wichtiger Schritt um das Traditionsunternehmen vor der Insolvenz zu bewahren.

Mit dem chinesischen Fernsehproduzenten Hisense International ist am Mittwoch ein weitreichendes Kooperationsabkommen unterzeichnet worden, teilte Loewe vor einer außerordentlichen Hauptversammlung in Berlin mit. Ziel ist, Synergien bei Einkauf, Produktion, Entwicklung und Vertrieb zu heben. Loewe wolle durch die Partnerschaft mit dem führenden chinesischen Hersteller für Consumer Electronic günstigere Produkte anbieten. Die Chinesen erhoffen sich dagegen mehr Geschäft in Westeuropa.
Das Unternehmen mit Sitz im fränkischen Kronach steht seit 17. Juli unter gerichtlichem Gläubigerschutz. Innerhalb von drei Monaten muss die Gesellschaft frisches Kapital auftreiben. Sonst droht die Insolvenz.

Im Segment der Nebenwerte kletterten die Aktien der Loewe AG rund 35 Prozent in die Höhe.

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Schon lange kämpft Loewe darum, sich mit seinen hochpreisigen Produkten am Markt behaupten zu können. Unter der Konkurrenz aus Asien ächzte das Unternehmen immer stärker. Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz um 35 Prozent auf 43,5 Millionen Euro. Der operative Verlust stieg auf 9,9 Millionen Euro, nach einer knappen Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der höhere Verlust sei auf die schlechtere Marktentwicklung, niedrigere Umsatz- und Produktionsvolumen, Investitionen in neue Produkte und Marketing-Maßnahmen zurückzuführen, erklärte Loewe. Die Anleger reagierten geschockt. Direkt nach Bekanntgabe der Zahlen brach der Kurs, der eh schon eher schlechten Loewe-Papiere, um ein Drittel auf unter zwei Euro ein.

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Nun will das deutsche Traditionsunternehmen selbst sein Glück in Asien versuchen. Loewe hatte bereits Mitte Juli Gläubigerschutz beantragt und bereits bekannt gegeben, seine Produktion nahezu komplett von asiatischen Unternehmen durchführen lassen zu wollen. „Wir sind kein Gerätehersteller mehr, das versuche ich der Firma auch auszureden“, sagte Harsch dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. In Kronach müsse sich Loewe auf die Kernkompetenzen wie Bediener-Software und Design beschränken. Dabei brachte der Loewe-Chef einen weiteren Jobabbau ins Gespräch. Er könne nicht ausschließen, „dass weitere Rationalisierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen“.

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