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Hewlett Packard: Fehlkauf beschert HP Milliardenverlust

20. November 2012

Das Softwareunternehmen Autonomy hat offenbar seine Bilanzen geschönt. Hewlett Packard, die die Firma erst im Oktober 2011 übernommen hatte, muss deshalb 8,8 Milliarden Dollar abschreiben.

Der angeschlagene US-Computerkonzern Hewlett Packard (HP) schreibt wegen der Übernahme der Software-Firma Autonomy überraschend 8,8 Milliarden Dollar ab. HP begründete den Schritt am Dienstag mit "schweren Bilanz-Unregelmäßigkeiten" bei dem im vergangenen Jahr übernommenen Unternehmen. Das HP-Management kündigte an, gegen die frühere Unternehmensspitze von Autonomy Schadenersatzforderungen zu prüfen. Man sei offenbar bewusst hinters Licht geführt worden. HP hatte Autonomy 2011 für 11,5 Milliarden Dollar übernommen.

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Negative Reaktionen an der Börse

Wegen der Abschreibung wies Hewlett Packard für das abgelaufene Geschäftsquartal einen Verlust von 3,49 Dollar je Aktie aus. Wegen eines sinkenden Marktanteils bei Computern und einer geringere Nachfrage nach HP-Druckern ging auch der Umsatz zurück und zwar um 6,7 Prozent auf 29,96 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz von 30,43 Milliarden Dollar erwartet.

HP vermied in einer Erklärung den Vorwurf des Betrugs, sprach aber von "ernsten buchhalterischen Ungehörigkeiten, versäumten Offenlegungen und gänzlich falschen Darstellungen bei Autonomy Corporation". An der Wall Street kam die Nachricht schlecht an: Der Aktienkurs von Hewlett Packard stürzte zu Handelsbeginn um 14 Prozent oder 1,87 Dollar ab. Die HP-Aktie notierte zunächst bei 11,43 Dollar.

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HP hatte das Unternehmen im Oktober 2011 noch unter Chef Léo Apotheker für zehn Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro) übernommen. Für das zum 31. Oktober beendete vierte Quartal des Geschäftsjahres gab HP einen Verlust von 6,85 Milliarden Dollar (5,35 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 30 Milliarden Dollar (23,4 Milliarden Euro) bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte HP noch einen Gewinn von 239 Millionen Dollar (186,7 Milliarden Euro) verbucht. Der auch als PC-Hersteller tätige Konzern tut sich schwer damit, angesichts des schrumpfenden PC-Markts neue Geschäftsfelder zu erschließen.

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