Huawei, Lenovo, Xiaomi: Billig-Smartphones aus Asien haben gefährliches Spähprogramm

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Inzwischen findet sich auch auf Handys namhafter Hersteller wie Huawei Spionagesoftware

von Jürgen Berke

In Deutschland kommen immer öfter Billig-Smartphones aus China und anderen asiatischen Ländern auf den Markt, die mit einem gefährlichen Spionageprogramm ausgeliefert werden.

„250 Geräte mit vorinstallierten Spionagecodes haben wir bereits gefunden“, warnt der Bochumer Sicherheitsspezialist G Data Software in seinem neuesten Gefahrenbericht, den die WirtschaftsWoche vorab einsehen konnte.

Das Spionageprogramm verschafft Hackern ungehinderten Zugriff auf alle sensiblen Daten: Sie können SMS, Telefonate und Gespräche abfangen und mithören sowie jederzeit den Standort orten. Im Namen der Smartphone-Besitzer können die Betrüger sogar in Online-Shops einkaufen und Onlinebankkonto belasten. Denn die per SMS übermittelten Zugangscodes können sie auch mitlesen.

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Smartphones sind ein beliebtes Hacker-Ziel - sie sind fast immer eingeschaltet und speichern viele persönliche Daten. Quelle: AP

Anfangs entdeckte G Data die Schad-Datei nur auf einem Smartphone des Billiganbieters Star aus China. Doch inzwischen taucht die Spähsoftware auch bei No-Name-Anbietern auf, die unter Marken wie Icefox, Alps, ConCorde, Sesonn und Xido auftreten, sowie den bekannteren chinesischen Smartphone-Herstellern Huawei, Lenovo und Xiaomi.

Der Smartphone-Hersteller Lenovo weiß bisher nicht, wer hinter diesen Cyberangriffen steckt. „Die auf dem Lenovo S860 gefundene Malware wurde wahrscheinlich von einem Mittelsmann aufgespielt, der sich Zugang zu dem Gerät verschafft hat“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber der WirtschaftsWoche. Auch Konkurrent Huawei geht dieser Spur nach, bestätigte das Unternehmen gegenüber dem Magazin: „Die nicht schadhafte Originalfirmware wurde im Nachhinein durch schadhafte ersetzt.“

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