IFA 2015: Die Stunde der Computer-Uhren

IFA 2015: Die Stunde der Computer-Uhren

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Smartwatch "Wena" von Sony

von dpa

Smartwatches, Fitness-Tracker und Datenbrillen zählen zu den Trends der diesjährigen IFA. Bislang war der Markt noch weit entfernt davon, die hohen Erwartungen zu erfüllen. Das könnte sich schon bald ändern.

Auf der IFA standen seit Jahren vor allem immer größere Flachbild-Fernseher im Mittelpunkt - in diesem Jahr drängen kleine Computer-Uhren ins Rampenlicht auf der Elektronik-Messe. Zahlreiche Hersteller wie Samsung, Huawei, LG, Lenovo oder Asus präsentieren auf der IFA die neusten Modelle ihrer Smartwatches. Auch die gesamte Geräteklasse der sogenannten „Wearables“ - Technik, die man direkt am Körper tragen kann - zählt zu den heißen Trends. Marktbeobachter sagen der Kategorie eine goldene Zukunft voraus.

Der Fokus liegt oft auf Design, Möglichkeiten zur individuellen Anpassung und Hobby-Sportlern als Zielgruppe. Samsung zeigt in Berlin seine neue Uhr Gear S2, bei der sich der Smartphone-Marktführer erstmals für ein rundes Display entschied, das ein Nutzer aus 26 integrierten Vorlagen selbst entwerfen kann.

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Der Bildschirm aus organischen Leuchtdioden (Amoled) hat einen Durchmesser von 1,2 Zoll (3 cm). Für den Zugang zu Apps wie Kalender und E-Mail oder Online-Netzwerken ließ sich Samsung etwas Besonderes einfallen: Man steuert sie über einen Ring wie bei einer Taucheruhr am Display-Rand an.

Die Lenovo-Tochter Motorola greift auf breiter Front an. Die zweite Generation der Uhr Moto 360 gibt es in zwei Größen für Männer, einer Version speziell für Frauen sowie einer Sport-Variante mit einem eingebauten GPS-Chip. Auch Motorola setzt auf runde Displays - die natürliche Form einer Uhr, wie Marketing-Manager Lally Narwal betont.

Auch der Chiphersteller Intel will Sport-Enthusiasten anlocken. Die Software des Basis Peak genannten Fitness-Trackers stammt von der zugekauften Firma Basis und funktioniert sowohl mit Android-Handys als auch mit Apples iPhones. Der Navigations-Spezialist TomTom will mit einer Uhr ohne Touchscreen, aber mit GPS-Modul und Musikspeicher bei den Workouts dabei sein.

Erste Computer-Uhren kamen bereits vor einigen Jahren auf den Markt. Zu den Pionieren unter den Herstellern zählt unter anderem Sony. Samsung war 2013 in den Markt eingetreten, seitdem brachte das Unternehmen eine Reihe immer schlankerer Modelle heraus. Lange blieben die hohen Erwartungen an die Smartwatches unerfüllt. Richtigen Schwung ins Geschäft brachte erst seit April die Apple Watch. Sie gilt Marktbeobachtern inzwischen als Messlatte. Nach Berechnungen der Analysefirma IDC setzte Apple im zweiten Quartal 3,6 Millionen Geräte ab, Samsung verkaufte in der gleichen Zeitspanne den Marktforschern zufolge 600.000 Stück seiner Gear-Modelle.

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