Infineon: Chipkonzern stockt Renditeprognose auf

Infineon: Chipkonzern stockt Renditeprognose auf

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Ein IGBT-Modul von Infineon

Deutschlands größter Chipkonzern Infineon erwartete für die kommenden Jahre einträglichere Geschäfte. Produktivitätsgewinne und der starke Dollar wirkten sich positiv auf die Margen aus.

Deutschlands größter Chipkonzern Infineon erwartet für die kommenden Jahre steigende Renditen. Mittelfristig peile sein Haus eine operative Marge von 17 Prozent an, kündigte Vorstandschef Reinhard Ploss an.

Bisher hatte er sich mit 15 Prozent begnügt. Der starke Dollar, Produktivitätsgewinne und Vorteile aus der Integration der US-Firma International Rectifier wirkten sich positiv auf die Margen aus. Durch die steigende Nachfrage nach Chips zur Energiesteuerung zahlten sich die Investitionen in die Modernisierung der Fertigung zudem immer stärker aus.

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Im vierten Quartal hatte Infineon mit einer operativen Rendite von 16,7 Prozent das längerfristige Ziel schon fast erreicht. Der Umsatz war binnen Jahresfrist um fünf Prozent auf knapp 1,68 Milliarden Euro gestiegen, der operative Gewinn sackte leicht auf 280 Millionen Euro ab. Vor allem das Geschäft mit der Autoindustrie, die immer mehr Elektronik in ihren Modellen verbaut, florierte zuletzt.

Münchner Chiphersteller Bleibt Infineons Wachstumsmotor im Takt?

Zwar hat Infineon-Chef Reinhard Ploss auch für das vierte Quartal ein Umsatzplus in Aussicht gestellt. Doch einige Unsicherheitsfaktoren könnten Schatten auf die Bilanz der Münchner werfen.

In der Infineon-Konzernzentrale in Neubiberg bei München legt Vorstandschef Reinhard Ploss am Mittwoch die Finanzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres vor. Quelle: REUTERS

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 steigerte Infineon die Einnahmen um gut ein Zehntel auf 6,5 Milliarden Euro. Neben dem Geschäft mit Auto-Elektronik profitierte die einst schwer gebeutelte frühere Siemens -Tochter auch von ihren Chips für die Industrie und die Energietechnik. Der Konzernüberschuss legte um gut 17 Prozent auf 743 Millionen Euro zu. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 22 Cent je Aktie bekommen, ein Zehntel mehr als zuvor. Aus der üppigen Barschaft erwirbt Infineon zudem für 113 Millionen Euro seine Konzernzentrale nahe München, in dem das Unternehmen seit 2005 residiert. Der Kauf rechne sich, das operative Ergebnis werde im niedrigen zweistelligen Millionenbereich davon profitieren, hieß es.

Für das neue Geschäftsjahr 2016/17 sagte Ploss ein Umsatzplus von um die sechs Prozent bei einer operativen Marge von 16 Prozent voraus. "Infineon wird im laufenden Jahr wieder schneller wachsen als der Markt", erklärte er.

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