Internet: Telekom-Studie zweifelt an Glasfasernetzausbau

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Glasfaserkabel

von Jürgen Berke

Die Deutsche Telekom rechnet offenbar damit, dass die aktuellen Kupferkabel den Bandbreitenbedarf für die kommenden zehn Jahre decken.

Das geht aus internen Prognosen hervor, die der WirtschaftsWoche vorliegen. Die Telekom-Hochrechnungen für das Jahr 2026 sehen für einen besonders internetaffinen Vier-Personen-Haushalt nur noch einen Maximalbedarf von 208 Megabit pro Sekunde (Download) für einen superschnellen Internetanschluss.

Diese Geschwindigkeit reiche aus, damit die gesamte Familie gleichzeitig an verschiedenen Geräten hochauflösendes 3-D-Fernsehen, Videotelefonate führen und Streaming-Dienste nutzen könne. Selbst Geschäftskunden kommen nach den Hochrechnungen der Telekom im Jahr 2026 mit einem 200-Megabit-Anschluss gut zurecht. „95 Prozent der Unternehmen haben einen Bandbreitenbedarf wie Privatkunden“, heißt es in der Telekom-Prognose. „Nur für den Rest ist ein punktueller Ausbau von Glasfaser notwendig.“

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Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (Wik) in Bad Honnef bei Bonn hatte für solch eine „digitale Avantgarde“ bisher einen Bedarf in Höhe von 350 Megabit pro Sekunde errechnet. Industrievertreter wie zuletzt BDI-Präsident Ulrich Grillo fordern deshalb einen schnelleren Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Haushalte. Die Telekom sieht sich dagegen in ihrer bisherigen Ausbaustrategie bestätigt: Mit preiswerteren Techniken wie dem so genannten VDSL-Vectoring will sie das alte Kupferkabel auf 250 Megabit pro Sekunde beschleunigen. Der Bedarf für die kommenden zehn Jahre wäre damit gedeckt.

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1 Kommentar zu Internet: Telekom-Studie zweifelt an Glasfasernetzausbau

  • Natürlich hält die Telekom an ihrem alten verbuddelten Kupfer fest, an dem Millionen Haushalte in Deutschland hängen und drückt damit die Investitionskosten und die Mitbewerber herunter.

    Diese Schönrechnung der Bandbreiten sind mit der Vectoring Technologie gar nicht realisierbar, maximal im Nahbereich der aktiven Kabelverteiler bis 200m .

    Und von den vermieteten Kupferleitungen mit denen die Telekom bei dem Mitbewerbern ja auch noch kräftig abkassiert wollen wir mal gar nicht sprechen auch nicht von der Re-Monopolisierung bei den VDSL Anschlüssen die die Deutsche Telekom anstrebt.

    Klar das der Magentariese uns da erzählt das der FTTH-Ausbau erstmnal nicht notwendig ist, in 10 Jahren hat sich deren Investition für den VDSL Ausbau auch wieder amortisiert bis dahin bleiben wir mal schön weiter die Schmalband-Republik statt auf zukunftsweisende Technik zu setzen.

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