Investitionen: Icahn und eBay streiten über Bezahldienst PayPal

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Investitionen: Icahn und eBay streiten über Bezahldienst PayPal

Ebay ist längst weit mehr als der namensgebende Marktplatz. Vor allem der Bezahldienst PayPal wurde zuletzt immer wichtiger. Jetzt will ein bekannter Investor die Sparte abspalten und damit einen Reibach machen.

Nach Apple legt sich der US-Großinvestor Carl Icahn auch mit dem Management des Onlinehändlers eBay an. Der Milliardär fordert von dem Unternehmen die Abspaltung des erfolgreichen Bezahldienstes PayPal, der Analysten zufolge auf einen Marktwert von 35 Milliarden Dollar kommen könnte. Das Management wies den Vorschlag am Mittwoch zurück. Mit eBay werde PayPal erfolgreicher, sagte Konzernchef John Donahoe. Mit der Ablehnung bahnt sich ein Konflikt zwischen dem 77-jährigen Icahn und einem weiteren Konzern an. "Ich erwarte eine Schlacht", sagte der Analyst Colin Gillis von BGC Partners.

Icahn kauft immer wieder Anteile von Firmen und setzt das Management dann unter Druck. Bei Apple fordert er etwa einen zusätzlichen Aktienrückkauf im Volumen von 50 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr versuchte er vergeblich, die Übernahme des PC-Herstellers Dell durch dessen Gründer Michael Dell und den Finanzinvestor Silver Lake zu verhindern. Icahn wollte erreichen, dass den Aktionären mehr Geld für ihre Anteilsscheine gezahlt wird. Bei eBay kaufte sich der Investor in diesem Monat ein. Sein Anteil beträgt aber weniger als ein Prozent.

Donahoe verteidigte in einer Telefonkonferenz mit Analysten sein Festhalten an PayPal. So versorge eBay seine Tochter mit Daten und trage so zum Erfolg bei. Zudem finanziere eBay das Wachstum bei dem Bezahldienst. In einem Reuters-Interview sagte der Manager, sein Unternehmen habe nach dem Erhalt von Icahns Brief Rat bei Goldman Sachs gesucht. Einige Analysten verweisen aber auf mögliche Vorteile einer Abspaltung: So könnten dann auch eBay-Konkurrenten den Bezahldienst nutzen, der Ende der 90er Jahre gegründet wurde und den der Konzern im Jahr 2002 für 1,5 Milliarden Dollar kaufte. Inzwischen erwirtschaftet PayPal 40 Prozent des eBay-Umsatzes. Im Weihnachtsquartal wuchs die Tochter um 19 Prozent, wie eBay zudem bekanntgab.

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Konzernweit stieg der Umsatz demnach im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,5 Prozent auf 4,53 Milliarden Dollar. Der Gewinn entsprach mit 850 Millionen Dollar etwa den Erwartungen der Analysten. Mit der Vorlage der Zahlen gab eBay auch bekannt, sein Aktienrückkaufprogramm um fünf Milliarden Dollar zu erhöhen. Aktionäre zeigten sich den Entwicklungen begeistert: Im nachbörslichen Handel legte das Papier bis zu zwölf Prozent zu.

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