iPhone 5s: Apple melkt seine guten Kunden besonders kräftig

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KommentariPhone 5s: Apple melkt seine guten Kunden besonders kräftig

von Thomas Kuhn

Die Analyse der Produktionskosten des iPhone 5s zeigt, wie erfolgreich Apple vor allem Käufer des 64-Gigabyte-Modells zur Kasse bittet. Dessen Gewinnmarge nämlich ist überproportional hoch.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten – und auch nicht darüber, dass auch Apples jüngste iPhone-Variante, das Modell 5s, wieder ein technisch ausgefeilter, und gut ausgestatteter Vertreter der Smartphone-Zunft ist. Ob der Preis gerechtfertigt ist, gibt da schon eher – und ebenso anhaltend – Anlass zur Diskussion.
Ganz besonders, seit die Experten wieder von IHS ihren Kosten-Check der verbauten Komponenten veröffentlicht haben. Danach berechnet Apple für die Hardware-Komponenten des 16-Gigabyte-Modells 190,70 Dollar. Die Montage kostet weitere acht Dollar. Die sogenannte „Bill of Material“ summiert sich also auf 198,70 Dollar – für ein Smartphone, das Apple im Store (ohne Vertrag) für 649 Dollar beziehungsweise 699 Euro verkauft.

Fakten zum iPhone5S-Verkaufsstart

  • Wo bekomme ich das Gerät?

    Das neue iPhone 5S und die günstiger Variante 5C sind ab dem 20. September in den Apple-Shops in den USA, Deutschland und sieben weiteren Ländern zu bekommen. Außerdem können sie über Apples Online-Store bestellt werden.

  • Wird es pünktlich geliefert?

    Während Apple die Nachfrage nach dem iPhone 5C offenbar nahezu stillen kann, könnte es bei dem iPhone 5S knapp werden. Laut Insider-Informationen deutet sich an, dass es zu Lieferschwierigkeiten kommen könnte. Da Apple damit rechnet, das vor allem das silberfarbene Gerät am häufigsten nachgefragt wird, wurde es mit 75 Prozent am häufigsten ausgeliefert. Der Rest fällt auch das weiße und die goldene Modell.

    Wann die Geräte genau ausgeliefert werden, ist bisher nicht klar.

  • Was kosten die Geräte?

    Das iPhone 5S wird mit 64 GB-Speicher 899 Euro kosten, für die 32-GB-Variante werden 799 Euro fällig. Das Modell mit 16 BG wird 699 Euro kosten.

    Das iPhone 5C wird 699 Euro bei 32 GB kosten. Bei 16 GB werden 599 Euro fällig.

    Bei Vertragsabschluss variieren die Preise je nach Anbieter.

  • Günstiger im Ausland?

    In Europa wird es die neuen Apple-Handys zunächst nur in drei Ländern geben: Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Am günstigsten sind die Geräte auf der Insel. Die Briten zahlen umgerechnet 557 statt 599 Euro. Noch günstiger sind die Apple-Handys in Singapur (503 Euro) und Kanada (436). Wer sich von dort ein Gerät mitbringt, muss beim Zoll Einfuhrumsatzsteuer zahlen, da die Länder nicht nur EU gehören. Bei einem Warenwert von unter 700 Euro liegt diese bei 17,5 Prozent.

Nun muss man sich hüten, diese Differenz von 450 Dollar – ich nenne sie mal Hardware-Marge – als Reingewinn für die Kalifornier zu verbuchen. Immerhin müssen davon auch noch Personalkosten, Administration, Logistik, Steuern etc. beglichen werden. Aber dennoch lohnt sich ein Blick in die Hardware-Kalkulation. Vor allem wenn man sich die Preis-Staffelung der unterschiedlichen Geräte ansieht.

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Denn hier lässt Apple die Käufer der teureren Geräte überproportional bluten: Für jede Verdoppelung des Arbeitsspeichers – von 16 auf 32 Gigabyte und von 32 auf 64 Gigabyte – zahlt der iFan 100 Dollar/Euro Aufpreis. Apple selbst aber hat laut IHS-Kalkulation nur Mehrkosten von rund zehn Dollar je Speicherverdoppelung. Und weil weder Personalkosten, noch Logistik oder sonst ein anderer Posten die Produktion der „großen“ iPhones verteuert, geht dieser Aufschlag tatsächlich nahezu ungebremst in Apples Konzerngewinn.

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Da es Apple auch noch gelingt, die Produktionskosten für seine Top-Modelle trotz technischer Aufrüstung zu senken, wächst der Gewinn aus der Hardware bei gleich bleibenden Verkaufspreisen immer weiter: So kostet die 64-Gigabyte-Version von iPhone 4s, 5 und nun 5s gleichbleibend 849 Dollar. Gleichzeitig aber muss Apple für Material und Montage laut IHS immer weniger zahlen. Nach 253 und 238 Dollar für Version 4s und Version 5, schlägt das neueste Modell in der Fertigung nur noch mit 218,30 Dollar zu Buche – und Apples Gewinn pro 5s sogar noch 5 Prozent höher als beim Vor-Vorgänger.
Der 64-Gigabyte-Käufer war für die Kalifornier noch nie profitabler als heute. Und zwar unbestritten.

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