Der Visionär: Marc Andreesen
Wenn einer Silicon-Valley-Größe der Titel Visionär gebührt, dann ohne Zweifel Marc Andreesen (links im Bild), Entwickler des Webbrowsers Mosaic und späterer Gründer von Netscape. Hier ist er links im Bild mit seiner Frau und Facebook-Gründer Marc Zuckerberg zu sehen. Das angesehene Silicon-Valley-Magazin „Wired“ bezeichnete ihn als den „Mann, der die Zukunft gestaltet“.
1992, das Worldwide Web war nicht einmal ein Jahr alt, sagte er bereits voraus, dass irgendwann jeder Zugang zum Web haben wird. 1995 – das Web wurde erstmals einer breitere Öffentlichkeit gerade erst bekannt – die nächste Vorhersage: Der Browser werde zum eigentlichen Betriebssystem, in dem Programme laufen. Eine Vision, der wir heute dank Cloud-Programmen wie Google Docs und Web-Mail-Diensten deutlich näher sind. 1999 sah er den Durchbruch der Cloud-Computing-Technologie für Business-Anwendungen voraus und 2004, im Jahr der Gründung von Facebook, den kommenden Durchbruch des Social Webs.
Die in der Regel treffsicheren Vorhersagen haben Andreesen in Business-Belangen nicht immer geholfen. Der von ihm geschaffene Browser Netscape Navigator verlor den ersten großen Browser-Krieg der 1990er Jahre gegen Microsoft. Das 1999 gegründete Start-Up Loudcloud, das Cloud-Services an Business-Kunden verkaufte, war seiner Zeit voraus. Cloud Computing wurde erst rund zehn Jahre später zum Hype. 2007 kaufte HP das Unternehmen für 1,6 Milliarden Dollar.
Andreesens letzte Vorhersage stammt aus dem Jahre 2009 und klingt heute genauso visionär wie die anderen Vorhersagen von Andreesen zu ihrer Zeit: Alle zentralen Branchen der Wirtshaft, vom Einzelhandel über die Immobilienbranche bis zu Gesundheitsdienstleistungen, werden durch Software revolutioniert und um neue hyperintelligente Software herumgebaut werden.