Keine Chance am Markt: Panasonic stellt Produktion von Plasma-TVs ein

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Keine Chance am Markt: Panasonic stellt Produktion von Plasma-TVs ein

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Eine Verkäuferin steht vor Plasma-Fernsehern von Panasonic. Das Unternehmen verabschiedet sich von dem verlustreichen Geschäftszweig.

Der japanische Elektronikriese Panasonic kehrt dem verlustreichen Geschäft mit Plasma-Fernsehern den Rücken. Die Sparte schreibt bereits seit fünf Jahren rote Zahlen. Jetzt soll der Konzernumbau beschleunigt werden.

Der angeschlagene Elektronik-Konzern Panasonic wird nach Informationen von Insidern bis zum Ende des Finanzjahres aus dem Verluste schreibenden Geschäft mit Plasma-Fernsehern aussteigen. Bis zum März werde die Sparte geschlossen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.

Der Schritt war erwartet worden, allerdings noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Nachdem bereits die Entwicklung neuer Plasma-Fernseher eingestellt ist, will Panasonic die Produktion nun ein Jahr früher als ursprünglich geplant beenden. Panasonic-Präsident Kazuhiro Tsuga treibt damit den Ausstieg aus schwachen Geschäftsbereichen voran und konzentriert sich auf die profitableren Produkte. Panasonic ist der letzte der einst in diesem Sektor führenden japanischen Hersteller, der sich aus dem Plasma-Geschäft zurückzieht.

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Plasma-Fernseher kommen gegen die LCD-Konkurrenz nicht mehr an. Deren Marktanteil an den globalen Auslieferungen fiel 2012 auf sechs Prozent. Die Fernsehersparte bei Panasonic, die sowohl Plasma als auch LCD-Bildschirme herstellt, schreibt seit fünf Jahren rote Zahlen und war in den vergangenen beiden Finanzjahren einer der Hauptgründe, warum der japanische Konzern in dieser Zeit einen Nettoverlust von 15 Milliarden Dollar anhäufte.

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Die ehemals sehr starke japanische Fernsehhersteller-Branche befindet sich seit längerem auf einer beispiellosen Talfahrt. Der Marktanteil der großen drei Sony, Panasonic und Sharp lag zuletzt gemessen am Umsatz nur noch bei 20 Prozent.

Panasonic betreibt eine Plasma-TV-Fabrik im Westen Japans. Die Schließung des letzten verbliebenen Werkes wird den Konzern rund 410 Millionen Dollar kosten. Zu Beginn des laufenden Finanzjahres hatte das Unternehmen 1,2 Milliarden Dollar für Restrukturierungen zurückgelegt. Die Panasonic-Aktie legten 1,5 Prozent zu.

Erst kürzlich hatte der Konzern den Verkauf seiner Gesundheitssparte an einen US-Investor bekanntgegeben. Zudem zieht sich Panasonic aus der Entwicklung von Smartphones für Privatkunden zurück. So soll der Konzernumbau weiter beschleunigt werden.

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