Kompromiss: Ebay und US-Investor Icahn begraben das Kriegsbeil

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Kompromiss: Ebay und US-Investor Icahn begraben das Kriegsbeil

Es kehrt wieder Ruhe ein: Nach dem Carl Icahn bei EBay eingestiegen ist, lag Ärger in der Luft. Denn der Milliardär hat meist ganz eigene Vorstellungen davon, wie eine Firma zu führen ist.

Der lautstark geführte Streit um die Zukunft des Internetkonzerns Ebay ist beigelegt. Das Management und Großaktionär Carl Icahn haben sich auf einen Kompromiss geeinigt, wie das kalifornische Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Icahn verzichtet auf seine Forderung, den Bezahldienst PayPal abzuspalten und zwei Posten im Verwaltungsrat zu bekommen. Im Gegenzug zieht dafür ein unabhängiger Wunschkandidat des Milliardärs in das Firmengremium ein.

„Ich bin immer noch der Überzeugung, dass Ebay von der Abspaltung von PayPal irgendwann in der Zukunft profitieren würde“, erklärte Icahn in einer gemeinsam mit dem Konzern veröffentlichten Mitteilung. Er werde diese Idee in Gesprächen mit dem Unternehmen weiterhin verfolgen. Icahn will sich regelmäßig mit Ebay-Chef John Donahoe treffen, wenn dieser in New York ist. Zudem bekommt er Zugang zu vertraulichen Informationen.

Icahn hatte erstmals im Januar öffentlich verlangt, PayPal von der Muttergesellschaft zu trennen. Der Investor zeigte sich überzeugt, dass die einzelnen Teile mehr wert seien als der Gesamtkonzern. Über die Forderung entbrannte eine hitzige Debatte zwischen den beiden Seiten. So warf Icahn Mitgliedern des Ebay-Verwaltungsrats Interessenkonflikte und Selbstbereicherung vor, insbesondere dem bekannten Technologie-Investor Marc Andreessen. Ebay-Chef Donahoe warf er vor, die Augen zu verschließen. Ebay sprach von einer „Schlammschlacht“, die Icahn angezettelt habe.

Milliardär Icahn ist bekannt für seine ruppigen Methoden. Er kauft sich bei Unternehmen ein und stellt öffentlichkeitswirksam Forderungen. Sein Ziel ist es, den Wert seiner Beteiligung zu steigern. Um den nötigen Druck aufzubauen, muss er es allerdings schaffen, andere Aktionäre auf seine Seite ziehen. So hatte sich Icahn auch bei Apple eingekauft und dort eine Aufstockung des laufenden Aktienrückkaufs verlangt. Im Februar ließ Icahn allerdings auch seine Forderungen gegenüber Apple-Chef Tim Cook fallen.

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An Ebay hält Icahn etwa 2 Prozent. Zwischenzeitlich war der Kurs bereits kräftig gestiegen. Am Donnerstag gab er zum Handelsstart nach. „Wir sind sehr zufrieden, diese Übereinkunft mit Carl getroffen zu haben“, sagte Donahoe. Jetzt könne sich das Management wieder auf das Tagesgeschäft konzentrieren. In den Verwaltungsrat zieht mit David Dorman ein Branchenkenner ein; er war früher unter anderem Chef des Telekommunikationsriesen AT&T.

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