Lenovo-Chef über Windows 10 : Kostenloses Upgrade schlecht für Nutzer und Branche

Lenovo-Chef über Windows 10 : Kostenloses Upgrade schlecht für Nutzer und Branche

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Lenovo-Chef Yang Yuanqing kritisiert das Kostenlos-Upgrade von Microsoft auf das neue Betriebssystem Windows 10.

Ungewöhnlich scharfzüngig hat der Chef des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo Microsofts kostenloses Upgrade auf das neue Betriebssystem Windows 10 kritisiert.

Der Chef des weltgrößten PC-Herstellers Lenovo, Yang Yuanqing, hat in ungewöhnlich scharfen Worten Microsoft für das kostenlose Upgrade auf das neue Betriebssystem Windows 10 kritisiert. „Das hätte Microsoft besser nicht machen sollen. Das hat nicht nur den Kunden Enttäuschungen bereitet, sondern auch der gesamten Branche nicht geholfen“, sagte Yang Yuanqing auf der Technik-Messe CES in Las Vegas.

„Das neue System hätte vor allem mit neuen Geräten eingeführt werden sollen, die optimal auf das neue Windows abgestimmt sind“, sagte der Manager. Kunden hätten sich bei Lenovo wegen Problemen auf älteren Computern beschwert.

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Windows 10 wurde im Januar dieses Jahres vorgestellt. Quelle: dpa

"Windows 10 habe kein Wachstum im PC-Markt auslösen können, sagt Yuanquing. "Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Windows 10 ist ein wirklich gutes System. Ich glaube allerdings nicht, dass die Upgrade-Politik von Microsoft richtig war. Das neue System hätte vor allem mit neuen Geräten eingeführt werden sollen, die optimal auf das neue Windows abgestimmt sind. Das beschert den Kunden dann auch ein Erlebnis, mit dem sie zufrieden sind. Wenn man das neue System dagegen auf ältere Maschinen installiert, stellt sich diese gute Erfahrung nicht ein, ganz im Gegenteil: Häufig tauchen Probleme auf. Bei uns haben sich Kunden deswegen beschwert."

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Microsoft hatte Windows 10 im Sommer auf den Markt gebracht. Nutzer der Vorgänger-Versionen Windows 7 und 8 (die Zahl 9 hatte Microsoft übersprungen) können ein Jahr lang kostenlos upgraden. Mit diesem Modell hat Windows 10 inzwischen mehr als 200 Millionen Nutzer. Aber im Gegensatz zum Start vorheriger Windows-Ausgaben bekam der seit Jahren schwache PC-Markt diesmal so gut wie keine Impulse.

Nach Berechnungen des IT-Marktforschers IDC wurden im dritten Quartal 2015 trotz des Starts von Windows 10 im Jahresvergleich 10,8 Prozent weniger Personal Computer verkauft. Lenovo schlug sich besser als der Durchschnitt. Die Verkäufe sanken um fünf Prozent auf knapp 15 Millionen Geräte - der Marktanteil legte von 19,7 auf 21 Prozent zu.

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