Mediaset-Einstieg: Italien ermittelt gegen Vivendi-Chefs

Mediaset-Einstieg: Italien ermittelt gegen Vivendi-Chefs

, aktualisiert 24. Februar 2017, 15:14 Uhr
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Der Vorstandschef von Vivendi soll einer der Verdächtigen sein.

Quelle:Handelsblatt Online

Gegen Spitzenmanager des französischen Medienkonzerns Vivendi soll wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation ermittelt werden. Es geht um ein vorgetäuschtes Kaufinteresse am italienischen Rivalen Mediaset.

Mailand/ParisDie italienische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen Spitzenmanager des französischen Medienkonzerns Vivendi eingeleitet. Dabei handelt es sich einem Insider zufolge um Vorstandschef Arnaud de Puyfontaine und Verwaltungsratschef Vincent Bollore. Es gehe um den Vorwurf der Marktmanipulation in Zusammenhang mit dem Einstieg beim italienischen Rivalen Mediaset von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag.

Vivendi bestätigte die Ermittlungen gegen führende Manager, nannte aber keine Namen. Es handele sich um eine „unbegründete und ungerechtfertigte Klage“ vonseiten Berlusconis, erklärte der Konzern. Es werde auf Basis eines Gesetzes aus dem Jahr 1998 ermittelt, das die Verbreitung von Falschnachrichten und das „Vortäuschen von Geschäften“ verbiete, wenn dies Auswirkungen auf den Aktienkurs habe, sagte der Insider. Vivendi und Mediaset waren wegen der Bezahlfernseh-Sparte des italienischen Konzerns in Streit geraten.

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Vivendi wollte die Sparte ursprünglich kaufen, gab die Pläne aber im Sommer 2016 auf und äußerte sich öffentlich kritisch zu deren Geschäften. Anschließend stieg Vivendi Ende 2016 bei Mediaset ein und stockte seine Anteile im Wettstreit mit Berlusconi sukzessive auf. Inzwischen kommen die Franzosen auf knapp 30 Prozent und sind damit der zweitgrößte Aktionär hinter Berlusconi.

Mediaset wirft Vivendi vor, das Kaufinteresse an der Sparte ursprünglich nur vorgetäuscht zu haben, um den Aktienkurs des italienischen Konzerns zu drücken und die Papiere günstig zu erwerben. Vivendi weist diese Vorwürfe zurück.

Quelle:  Handelsblatt Online
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