Medienkonzern: Burda will sich Xing einverleiben

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Medienkonzern: Burda will sich Xing einverleiben

, aktualisiert 26. Oktober 2012, 09:50 Uhr
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Ein iPhone mit dem Logo des Online-Netzwerks Xing vor dem Firmenlogo von Hubert Burda Media.

Der Medienkonzern Burda will das Internet-Karrierenetzwerk Xing komplett schlucken. Burda soll seinen Anteil an Xing auf 38,9 Prozent aufgestockt haben – an der Börse legt die Xing-Aktie den Turbo ein.

Der Medienkonzern Burda setzt zur Übernahme des Karriere-Netzwerks Xing an. Burda teilte am Freitag mit, dass der Anteil an Xing von zuletzt 29,43 Prozent auf rund 38,89 Prozent ausgebaut wurde und damit ein Pflichtangebot für die restlichen Anteile fällig wird.

Für die verbliebenen 3,3 Millionen Xing-Aktien will die Burda-Digitaltochter 44 Euro je Aktie oder insgesamt 147,3 Millionen Euro auf den Tisch zu legen. Damit ist das gesamte Unternehmen mit 240 Millionen Euro bewertet. Die Xing-Aktie war am Donnerstag mit 37,315 Euro aus dem Handel gegangen und schnellte am Freitag um 18 Prozent nach oben.

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Burda („Bunte“, „Focus“) war im November 2009 bei Xing eingestiegen und hatte sich zunächst mit einem Viertel beteiligt. Der Verlag will kräftig in das Digitalgeschäft investieren und baut, ähnlich wie Axel Springer, seit Jahren sein Internet-Geschäft aus, um die erodierenden Print-Umsätze aufzufangen. Zu den bekanntesten Online-Beteiligungen gehören der Tierfutterhändler Zooplus und Tomorrow Focus ("Holidaycheck").

Im Frühjahr hatte der Medienkonzern angekündigt, den Anteil an Xing weiter aufstocken zu wollen. Den Schwerpunkt setzt das Hamburger Online-Netzwerk vor allem auf berufliche und geschäftliche Kontakte und hat auch Angebote für Personalsuche und Stellenvermittlung. Im zweiten Quartal kam das Unternehmen auf einen Umsatz von 18,19 Millionen Euro und einen Überschuss von 2,07 Millionen Euro.

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Xing konkurriert als soziales Netzwerk für berufliche Kontakte mit dem US-Anbieter LinkedIn. Im ersten Halbjahr gewann Xing im deutschsprachigen Raum 436.000 Mitglieder. Weltweit zählt die Plattform nun 12,4 Millionen Nutzer, davon zahlen 793.000 Mitglieder auch Beiträge. Bei Erlösen von 23,7 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten erwirtschaftet die Firma einen knapp zehn Millionen Euro Betriebsergebnis.

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