Neues Verschlüsselungssystem
Bild: WirtschaftsWocheGeheimdienste können das Mikrofon im Handy zum Abhörmikro umfunktionieren. Wer sich vor Spionage schützen möchten, dem sind folgende Belchdosen zu empfehlen: Die Familienkiste von Brandt-Markenzwieback setzte sich im Test unter anderem gegen eine historisch anmutende Kaffeedose Tchibo Gold-Mocca, sowie eine Nostalgiepackung des Vollwaschmittels Persil durch. Die großformatige Dose eignet sich problemlos für Vorstandssitzungen, in ihr haben bis zu 20 Handys Platz.
Fotos: WirtschaftsWoche
Bild: WirtschaftsWocheDie Verpackung der englischen von Bitterschokoladen umhüllten Minzblättchen ist nicht nur formschön, nein sie ist auch hervorragend für Geheimmeetings geeignet. Elektromagnetische Strahlung dringt hier nicht hindurch.
Bild: WirtschaftsWocheAuch diese Dose - ursprünglich dazu gedacht, Kakaopulver vor Feuchtigkeit zu schützen - eignet sich zur Spionageabwehr. Sie schottet das Handy komplett von der Außenwelt ab, Anrufer werden entweder sofort mit der Mailbox verbunden oder erfahren über die automatische Ansage, der Anrufer sei vorübergehend nicht erreichbar. Im Test war dies die kleinste Dose - sie eignet sich für Treffen bis maximal vier Personen/Mobiltelefone.
Bild: WirtschaftsWocheUnd so gehts: Einfach die Mobilfunkgeräte in die Dose packen und den Deckel schließen. Sogar das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) sagt: "Eine verschlossene Blechdose kann das Abhörrisiko mindern". Die Weißblechdose wirkt wie ein Faradayscher Käfig.
Bild: WirtschaftsWocheSie gehören in jeden Besprechungsraum: Die Siegerdosen unseres Abhörtests. Obwohl in Form und ursprünglichem Inhalt gänzlich unterschiedlich haben sie sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Wer zuhause weitertesten möchte: Klingelt das Handy in der Dose, ist sie zur Spionageabwehr ungeeignet. Bleibt es still, schirmt die Dose das Gerät optimal ab.
Geheimdienste können das Mikrofon im Handy zum Abhörmikro umfunktionieren. Wer sich vor Spionage schützen möchten, dem sind folgende Belchdosen zu empfehlen: Die Familienkiste von Brandt-Markenzwieback setzte sich im Test unter anderem gegen eine historisch anmutende Kaffeedose Tchibo Gold-Mocca, sowie eine Nostalgiepackung des Vollwaschmittels Persil durch. Die großformatige Dose eignet sich problemlos für Vorstandssitzungen, in ihr haben bis zu 20 Handys Platz.
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Mit diesen Geräten können Regierungsmitglieder auch Dokumente mit der Geheimhaltungsstufe "Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch" versenden. 4000 Simko-Geräte wurden von den Ministerien angeschafft, insgesamt sind etwa 5000 im Einsatz. Laut Ausschreibung will das Bundesinnenministerium in den nächsten vier Jahren 9600 sicheren Smartphones anschaffen, die den gesamten Telefon- und Datenverkehr vor Spionageangriffen schützen. Bisher mussten Kabinettsmitglieder und Behördenchefs zwei Geräte mitschleppen: eines zum Telefonieren und ein zweites für E-Mails. Jetzt strebt die Regierung, wie es in der Ausschreibung heißt, „eine integrierte Lösung“ an.
Zehn Tipps: Wie Sie ihr Smartphone schützen
Umgang mit Rufnummern
Seien Sie vorsichtig bei der Weitergabe Ihrer Handynummer. Schreiben Sie diese nicht auf Ihre Visitenkarte.
Abhörschutz
Das Telefonieren über Mobilfunknetze mit dem GSM-Standard ist nicht abhörsicher. Führen Sie Gespräche mit vertraulichen Inhalt deshalb nicht über das Handy.
Zugangsschutz
Nutzen Sie Tastatursperre und Gerätesperrcode und wechseln Sie diese Passwörter in regelmäßigen Abständen.
Drahtlose Schnittstellen
Deaktivieren Sie grundsätzlich alle drahtlosen Schnittstellen wie zum Beispiel WLAN oder Bluetooth-Zugänge, wenn diese nicht benötigt werden.
Öffentliche Hotspots
Nutzen Sie öffentliche Hotspots mit erhöhter Vorsicht. Vermeiden Sie sensitive Anwendungen wie Online-Banking in nicht vertrauenswürdigen Hotspots.
Ständige Kontrolle
Lassen Sie Ihre mobilen Geräte nie aus den Augen und verleihen Sie Ihre Smartphones auch nicht. Manipulationen lassen sich in wenigen Sekunden vornehmen.
Gute Apps
Installieren Sie Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen. Viele verlangen weitreichende Zugriffsrechte auf sensible Daten und Funktionen. Prüfen Sie, ob diese Zugriffsrechte zum Nutzen der App wirklich nötig sind.
Sicherheits-Updates
Achten Sie darauf, dass es Sicherheits-Updates für Ihr Betriebssystem und die installierte Software gibt.
SIM-Karte
Lassen Sie bei Handy-Verlust Ihre SIM-Karte sofort sperren.
Verkauf und Entsorgung
Normales Löschen vernichtet in der Regel nicht alle Daten. Die Speicher müssen vor einem Verkauf oder Entsorgung physikalisch überschrieben werden.
Die neue Generation des Merkel-Handys soll auch ein weiteres großes Manko der Hochsicherheitstelefone beheben. Bislang können damit viele „normale“ Funktionen und Apps nicht genutzt werden, da sie Sicherheitslücken öffnen könnten. GPS ist ebenfalls abgeschaltet, um eine Ortung zu verhindern, doch dadurch sind auch Navigationsfunktionen eingeschränkt. "Simko2 ist auf die Funktionen begrenzt, die man zum Arbeiten braucht", sagt Stephan Maihoff, der das Projekt bei T-Systems leitet. "Spielereien lässt das System nicht zu."
Mit der neuen Generation soll sich das jedoch ändern, dann sollen die Nutzer auch auf Facebook, Navigationsfunktionen oder WLAN zugreifen dürfen. Dazu erhält das Gerät einen zweiten Mikrokern. Der ist das eigentliche Hirn des Gerätes, auf den wichtige Programme zugreifen. Mit der Unterteilung in zwei Kerne sollen quasi zwei Geräte in einem zur Verfügung stehen: ein hochsicheres und ein offenes.
Die Weiterentwicklung soll auch anderen Regierungen angeboten werden, Gespräche mit Vertretern aus den Niederlanden, aus Österreich und der Schweiz gab es bereits
Telekom und Vodafone machen Netze sicherer
Gleichzeitig schließt Obermann eine Sicherheitslücke, die in allen vier deutschen Mobilfunknetzen klafft. Statt des mehrfach geknackten Verschlüsselungssystems A5/1 will die Telekom in den kommenden Monaten bundesweit alle Funkstationen auf das viel sichere Verfahren A5/3 umrüsten.
Exklusiv für die WirtschaftsWoche hatten die beiden Ex-Hacker Karsten Nohl und Luca Melette demonstriert, wie leicht sich Top-Manager wegen der veralteten Verschlüsselung abhören lassen. Der Telekom schließt sich auch Vodafone an. Wann genau die Telekom A5/3 aktiviert, ist noch offen. Der Konzern hat noch ein Problem: Alte Handys akzeptieren den Standard nicht.
Auf eines werden sicherheitsbewusste Manager aber auch dann weiter verzichten müssen, wenn Simko3 zu haben ist: den Statusgewinn, den ein iPhone ausstrahlt. Simko3 basiert diesmal auf Samsungs Galaxy S. Apple fiel aus einem technischen Grund als Kandidat aus. "Wir speichern alle Geheiminformationen auf einer Kryptokarte", erklärt Maihoff. Doch um diese Sicherheitskarte nutzen zu können, braucht das Gerät einen Slot für Micro-SD-Karten und der fehlt am iPhone.
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Alle Kommentare lesen13.09.2012, 13:58 UhrAnonymer Benutzer:Pfeifenraucher
"Statusgewinn durch iPhone"?!? Aber bitte! Das ist doch nun längst vorbei... Ein iPhone-Nutzer outet sich eher als Jemand, der zu wenig Individualität und zu viel Geld besitzt.
Überteuerte Durchschnittsware die ungefähr so viel Aufmerksamkeit hervorruft wie ein schwarzer Golf.
08.09.2012, 15:01 UhrAnonymer Benutzer:Nachdenken
Die Kodierung kann immer nur für eine gewisse Zeit Schutz gewähren, und dann auch nur gegenüber gewissen Kreisen. Gerade in der Anfangszeit kommen zunächst die altbewährten Methoden wie Verrat, Bestechung, Diebstahl etc. zum Einsatz, um so die Kodierung zu überwinden. Bei Fortschreiten der Technik kommen später dann neue technische Möglichkeiten als Hebel noch hinzu.
Die Vorstellung, daß man nicht abhören könne, ist infantil und zeugt von Unkenntnis technischer Möglichkeiten sowie menschlicher Schwächen. Ein Beispiel für menschliche Schwächen ist hier die unsinnige Forderung, Applikationen (Apps) mit einzubinden, Dinge also, die absolut unnötig sind. Diese unsinnige Forderung, die von Laien mit menschlichen Schwächen aufgestellt ist, wird mit dem Preis erhöhter Unsicherheit bezahlt. Der Aufwand zur vermeintlichen Absicherung solcher Spielereien könnte nämlich genutzt werden, um ein System ohne Spielereien dann noch sicherer zu machen. Daß GPS dabei ausgeschlossen werden muß, ist falsch, da GPS undirektional angelegt ist und vom Rückkanal hardwaremäßig strikt getrennt werden kann.
Nur passen diese Überlegungen nicht in ein Bildungssystem, das Technik schon in der Schule verächtlich macht und ohne technisches Hintergrundwissen täglich doktrinär schulmeistert, was technisch richtig oder falsch ist. Vier Beispiele verdeutlichen den dann resultierenden Abstieg: 1) Zufallsstromproduktion durch unsinnige Photovoltaikanlagen und Windmühlen im ganzen Land mit nun explodierenden Stromrechnungen, 2) Geldverbrennen bei E-Auto, die wegen der Unmöglichkeit einer praktikablen Energiespeicherung ohne praktisches Interesse sind 3) prähistorische Internetverbindungen auf Klingeldrähten statt auf Glasfasern, 4) obiges Sicherheitstelefon mit unsinniger App-Option. Alles waren Laienentscheidungen nach dem Motto: Ich weiß zwar nichts, aber ich treffe hier eine polit. Entscheidung, und wenn die Folgen kommen, bin ich in der Toskana in Rente und habe von nichts gewußt.