Microsoft: Bill Gates stärkt Steve Ballmer den Rücken

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Microsoft: Bill Gates stärkt Steve Ballmer den Rücken

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Microsoft-Chef Steve Ballmer (links) steht in der Kritik, Unternehmens-Gründer Bill Gates unterstützt seinen Nachfolger.

Seit fünf Jahren kümmert sich Bill Gates nicht mehr ums Tagesgeschäft, sondern vielmehr um seine Stiftungen. Jetzt äußert er sich zu der Lage von Microsoft. Und übt vor allem Kritik an seiner Innovationskraft.

Bill Gates hat in den vergangenen Jahren vor allem damit von sich reden gemacht, dass er sich um seine Stiftungen kümmerte. Gemeinsam mit seiner Frau Melinda führt er eine der größten Stiftungen im Kampf gegen Kinderlähmung. In einem TV-Interview ging es nun nicht um sein Bemühen um die Ausrottung der Krankheit, sondern auch um seine Vergangenheit. Der ehemalige Chef von Microsoft sprach über seinen Nachfolger Steve Ballmer und die Kraft des Konzerns.

Gates zeigte sich sehr zufrieden, was die Entwicklung von Windows 8 angehe. "Windows 8 ist der Schlüssel für die Zukunft", sagte er. Er lobte zudem das Microsoft-Tablet Surface, die Suchmaschine Bing, die viele Leute, als die bessere Suchmaschine ansehen und die Spielekonsole Xbox. Weniger zufrieden zeigte Gates sich in der Innovationskraft des Unternehmens, die Gates als "breakthrough things" bezeichnet. Besonders kritisierte er die Rolle von Microsoft in Sachen Smartphones. "Wir haben Mobiltelefone nicht verpasst, aber der Weg, den wir eingeschlagen haben, hat uns nicht in die führende Rolle gebracht. Das ist sicherlich ein Fehler", sagte er.

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Die Äußerungen von Bill Gates, der am 27. Juni 2008 aus dem Tagesgeschäft ausgeschieden war und seitdem als Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens agiert, zeigen, dass der ehemalige Gründer noch immer ein großes Interesse an den Geschehnissen rund um seine Firma hat, mit der er den Software-Markt in den 90ern und 2000ern bestimmte. Aktuell bestimmt sein Freund und Nachfolger Steve Ballmer die Geschicke des Unternehmens. Experten zweifeln schon lange an seinen Fähigkeiten. Immer wieder wird Kritik laut und die Vermutung, dass sich Ballmer nicht mehr lange an der Spitze des Konzerns halten werde.

Gates sieht das anders. Offensiv stellte er sich im Fernsehinterview an die Seite Ballmers. Bei der Äußerung über seine Unzufriedenheit an der Innovationskraft des Unternehmens formulierte er "he and I", um bloß keinen Zweifel über den Rückhalt gegenüber Ballmer aufkommen zu lassen. Seine Botschaft: Ballmer ist nicht allein verantwortlich.

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Der Rückhalt von Bill Gates scheint bei all der Kritik an Ballmer bitter nötig, denn innerhalb des Konzern rumort es. Das von Gates gelobte Windows 8 hat bisher nicht die gewünschten Erfolge gebracht. Erst kürzlich machten die Geschäftszahlen deutlich, dass das große Zukunftsprojekt dem Unternehmen bisher nicht zum Durchbruch verholfen hat. Im letzten Quartal sank der Gewinn sank auf 6,4 Milliarden Dollar von 6,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Einer der Kritiker ist Partner und Konkurrent Acer-Chef Jim Wong, der gegenüber der WirtschaftsWoche sagte, dass Windows 8 für die Nutzer viel zu kompliziert und komplex sei.

Mit dem neuen Betriebssystem für mobile Endgeräte will Microsoft verhindern, dass die Kunden immer häufiger anstatt zu PCs und Notebooks, die mit Windows laufen, zu Tablets greifen, die meist mit Googles Android oder Apples iOS ausgestattet sind.

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