Mobilfunker: Telefonica plant massiven Stellenabbau bei E-Plus

Mobilfunker: Telefonica plant massiven Stellenabbau bei E-Plus

, aktualisiert 17. Oktober 2014, 13:31 Uhr
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Bei dem fusionierten Unternehmen aus Telefonica Deutschland und E-Plus werden mindestens 1.600 Stellen wegfallen.

Der Mobilfunkkonzern Telefonica plant nach der E-Plus-Übernahme einen massiven Job-Abbau in Deutschland. 1.600 Stellen sollen wegfallen.

Der Telekommunikationskonzern Telefónica Deutschland (O2) hat den geplanten Abbau von 1600 Arbeitsplätzen bestätigt. Nach der Übernahme von E-Plus gehe es vor allem darum, Doppelfunktionen zu streichen, erklärte das Unternehmen am Freitag in München. „Telefónica Deutschland Deutschland strebt dabei ein Abfindungsprogramm für ausscheidende Mitarbeiter an.“ Der Stellenabbau betreffe sowohl Telefónica Deutschland mit Sitz in München als auch E-Plus in Düsseldorf. Einen weiteren großen Standort hat das Unternehmen in Hamburg, wo auch das Festnetzgeschäft angesiedelt ist. Alle drei Standorte sollen aber weiterhin erhalten bleiben.

Zuvor hatten die Deutsche Presse-Agentur und Reuters von den Stellenstreichungen berichtet. Das "Manager Magazin" berichtete unter Berufung auf das Konzernumfeld, dass bis 2018 sogar rund die Hälfte der Stellen wegfallen könnte. Zusammen zählen die beiden Unternehmen derzeit 9100 Mitarbeiter.

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Die beiden Firmen sollen von dem Abbau gleichermaßen betroffen sein, wobei die frühere E-Plus-Zentrale in Düsseldorf wichtige Funktionen behalten solle, sagte der Insider, auf den sich Reuters berief. Grund für die Streichungen sei nicht nur die Anfang Oktober abgeschlossene Fusion mit E-Plus, sondern auch der Umbruch in der Branche. Nutzer buchten etwa Mobilfunkabos verstärkt über das Internet, anstatt beim Kundenservice anzurufen, sagte die Person weiter.

Telefonica Deutschland, eine Tochter des spanischen Telefonica -Konzerns, leidet wie die Konkurrenten unter dem Kampf um Kunden, der vor allem über den Preis geführt wird. Der operative Gewinn ging im zweiten Quartal um 15 Prozent zurück. Um auf dem Markt langfristig mitzuhalten, übernahm Telefonica für 8,6 Milliarden Euro den Branchen-Dritten E-Plus von KPN.

Durch den Schulterschluss sollen die Kosten vor allem durch die Verschmelzung der beiden Handy-Netze um mehr als fünf Milliarden Euro sinken. Zusammen kommen die beiden Anbieter auf 45 Millionen Kunden und ziehen damit am Führungsduo Deutsche Telekom und Vodafone vorbei. Damit bleiben in Deutschland nur noch drei Handynetz-Betreiber übrig. Ein Sprecher von Telefonica in München wollte keine Stellungnahme zu den Informationen abgeben.

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