Mobilfunkfrequenzen: Frequenzauktion knackt Zwei-Milliarden-Euro-Marke

Mobilfunkfrequenzen: Frequenzauktion knackt Zwei-Milliarden-Euro-Marke

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Deutsche Telekom, Telefonica und Vodafone pokern bei der Versteigerung der Bundesnetzagentur.

Die Bundesnetzagentur rechnet bei der Versteigerung von neuen Mobilfunkfrequenzen trotz der geringeren Zahl an Bietern mit hohen Erlösen. Die scheint sie auch zu bekommen. Mittlerweile sind die 2 Milliarden überschritten.

Auf der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen haben die Gebote die Grenze von zwei Milliarden Euro übersprungen. Diese Höhe erreichten die Offerten der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland zusammen gerechnet am Montag, wie aus einer Aufstellung der Bundesnetzagentur auf ihrer Internet-Seite hervorging.

Damit nimmt die Auktion langsam an Fahrt auf: Zum Start am vergangenen Mittwoch lagen die Gebote bei 1,28 Milliarden Euro. Wie lange das Wettbieten dauert, ist nicht absehbar.

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Die wichtigsten Frequenz-Auktionen im Ausland

  • Großbritannien

    2011 kamen in Großbritannien bei einer Frequenzauktion 2,3 Milliarden Pfund (umgerechnet rund drei Milliarden Euro) zusammen. Analysten hatten mit bis zu vier Milliarden Pfund gerechnet.

  • Tschechien

    2013 wurden in Tschechien Frequenzen für insgesamt 300 Millionen Euro verteigert. Die Auktion gelang erst im zweiten Anlauf - der erste Versuch wurde von der dortigen Regulierungsbehörde abgebrochen, da die eingegangenen Gebote sich bereits auf über 700 Millionen Euro summierten. Angesichts solcher hohen Summen fürchtete die Behörde massive Preissteigerungen für die Handy-Nutzer und einen langwierigen Ausbau der neuen Netze.

  • Österreich

    Ebenfalls 2014 kam eine Frequenzauktion in Österreich auf zwei Milliarden Euro. Ein überraschender Rekord: Erwartet hatte der Staat eigentlich nur 600 Millionen Euro.

  • Niederlande

    2012 kamen in den Niederlanden 3,8 Milliarden Euro bei einer Frequenzauktion zusammen. Auch hier fiel der Betrag wesentlich höher aus als von Experten prognostiziert. Telekom-Marktführer KPN musste wegen der hohen Ausgaben die Ausschüttungen an die Aktionäre streichen.

  • Frankreich

    2011 wurden in unserem Nachbarland Frankreich 3,6 Milliarden Euro bei einer Frequenzauktion erlöst.

  • Deutschland

    Bei der letzten Frequenzauktion 2010 waren in Deutschland vier Bieter im Rennen. Sie legten insgesamt 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch.

Für die drei Netzbetreiber geht es bei der Auktion um alles oder nichts. Frequenzen sind ein knappes Gut und deshalb teuer. Die Verteilung liegt in der Hand des Bundes, der die Nutzungsrechte in der Regel für 20 Jahre an die Meistbietenden versteigert und auch die Einnahmen einstreicht.

Die Bundesnetzagentur rechnet genau deshalb trotz der geringeren Zahl an Bietern mit hohen Erlösen. Die Nachfrage nach den Funkbändern übersteige das Angebot, obwohl im Vergleich zur letzten Auktion mit drei Bietern ein Unternehmen weniger dabei sei, sagte Jochen Homann, Chef der Bundesnetzagentur. "Ich erwarte eine lebhafte Auktion." Die Versteigerung, bei der die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefonica Deutschland gegeneinander antreten, findet auf einem abgeschotteten Computernetz in einem Gebäude der Netzagentur in Mainz statt. Allein die Mindestgebote summierten sich auf knapp 1,5 Milliarden Euro.

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Bei der jüngsten Frequenzauktion vor fünf Jahren legten Telekom, Vodafone und die mittlerweile fusionierten Firmen E-Plus und Telefonica zusammen 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch. Allerdings hat sich die Branche seitdem deutlich gewandelt, da die Funknetze wegen des Booms von Smartphones und Tablet-Computern bald an ihre Grenzen stoßen. Und da künftig wohl so gut wie jedes technische Gerät - vom Kühlschrank bis zum Auto - ständig mit dem Internet verbunden sein wird, steigen die Anforderungen weiter.

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