Musik-Streaming: Spotify zeigt bald auch Videoclips

Musik-Streaming: Spotify zeigt bald auch Videoclips

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Spotify streamt bald auch Videoclips.

Der Musik-Dienst Spotify zeigt künftig auch Videos und wird damit stärker zu einem allgemeinen Medien-Kanal. Dabei geht es entgegen Erwartungen aber eher um kurze TV-Clips denn Musik-Videos.

Kurz vor dem Eintritt von Apple ins Geschäft mit Musik-Streaming baut der bisherige Marktführer Spotify sein Profil mit Video-Inhalten aus. Die schwedische Firma stellte dafür am Mittwoch Kooperationen mit zahlreichen etablierten Inhalte-Produzenten wie die Sender NBC, ABC, Comedy Central vor. In Deutschland ist das unter anderem für seine YouTube-Kanäle bekannte Netzwerk Mediakraft dabei. Ein Teil der Videos soll extra für Spotify gedreht werden.

Apple, Spotify und Napster Fünf Punkte entscheiden über Zukunft des Streamings

Musikstreaming boomt, doch in der Branche wachsen die Probleme. Die ersten Dienste machen dicht, auf die Übrigen wartet ein brutaler Verdrängungskampf. Was die Zukunft für Anbieter wie Apple, Spotify und Napster bringt.

Musik streamen mit Spotify, Napster, Apple Beats und Google's All Access Quelle: Getty Images, Montage

Der Musik-Dienst wird damit stärker zu einem allgemeinen Medien-Kanal. Der Schritt war nach Medienberichten Anfang des Monats bereits erwartet worden, allerdings ging man eher von Musik-Clips aus. Neben Videos werden auch Podcasts integriert - in Deutschland unter anderem vom Deutschlandradio und dem Bayerischen Rundfunk.

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Zudem will Spotify den Service durch den Einsatz von Technologie verbessern. So soll zum Beispiel beim Joggen die Musikauswahl vom Rhythmus her an das aktuelle Tempo angepasst werden. Dafür greift die Spotify-App auf die Smartphone-Sensoren zu. Mehr noch, Spotify ließ sechs Songs schreiben, deren Struktur und Harmonien Jogger unterstützen sollen.

Der deutsche Musikmarkt im Wandel

  • Musikverkauf insgesamt (physisch u. digital)

    2005: 1,748 Milliarden Euro
    2009: 1,575 Milliarden Euro
    2013: 1,452 Milliarden Euro
    2014: 1,479 Milliarden Euro
    Veränderung 2013/14: +1,8 Prozent


    * Gesamtumsatz aus Musikverkauf, Synchronisation und Leistungsschutzrechten

    Quelle: Jahrbuch der Musikindustrie

  • Davon physisch

    2005: 1,717 Milliarden Euro
    2009: 1,402 Milliarden Euro
    2013: 1,124 Milliarden Euro
    2014: 1,107 Milliarden Euro
    Veränderung 2013/14: -1,5 Prozent

    * Cds, Schallplatten etc.

  • Davon digital

    2005: 30 Millionen Euro
    2009: 173 Millionen Euro
    2013: 328 Millionen Euro
    2014: 371 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: +13,1 Prozent

    * Downloads und Streaming

Als weitere Neuerung soll die Musik, die einem Nutzer von Spotify angeboten wird, stärker an seinen Geschmack angepasst werden. So werde sich Spotify die Auswahl der Kunden im Tagesverlauf merken. Ergänzend gibt es mehr Playlisten für bestimmte Situationen, wie etwa für den Morgen oder zum Mitsingen in der Dusche.

Auch andere Musik-Dienste verfolgen bereits ein ähnliches Konzept. Den Kunden aus einem Katalog von Millionen Songs die richtige Musik zur richtigen Zeit anzubieten, gilt als Schlüssel für den Erfolg mit den neuen Services.

Spotify ist ein sogenannter Streaming-Dienst, bei dem Musik direkt aus dem Netz abgespielt wird, und gilt als Marktführer in dem Geschäft. Zum Jahreswechsel hatte Spotify rund 60 Millionen Nutzer, rund jeder Vierte davon war zahlender Abo-Kunde. In der Gratis-Version bekommt man Werbung angezeigt - und die Zahl der Songs, die man dabei direkt auswählen kann, ist beschränkt. Nach jüngsten Angaben bringen die Abos 91 Prozent der Spotify-Erlöse ein. Laut Informationen aus der Branche macht die Musikindustrie massiven Druck, die werbefinanzierte Gratis-Nutzung zu kappen.

Umsatzentwicklung digitaler Musikverkäufe

  • Download Singles

    2008: 47 Millionen Euro
    2013: 108 Millionen Euro
    2014: 100 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: -7,4 Prozent

    Quelle: Jahrbuch der Musikindustrie 2014

  • Download Album

    2008: 41 Millionen Euro
    2013: 147 Millionen Euro
    2014: 145 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: -1,2 Prozent

  • Streaming

    2008: 12 Millionen Euro
    2013: 61 Millionen Euro
    2014: 108 Millionen Euro
    Veränderung 2013/14: 78,6 Prozent

Apple steht vor dem Einstieg ins Streaming-Geschäft: Der iPhone-Konzern dürfte voraussichtlich Anfang Juni auf der Entwicklerkonferenz WWDC den internationalen Start seines Musikdienstes Beats ankündigen.

Spotify-Chef Daniel Ek aber sieht sich in einer Position der Stärke. Auf Spotify entfalle rund die Hälfte der Umsätze im Streaming-Geschäft. Der Dienst setzt auch auf Partnerschaften, um seine Marktposition zu festigen. So wird Spotify die Kaffeehauskette Starbucks mit Musik versorgen, ab Sommer soll es zudem eine Kooperation mit dem Sportartikel-Hersteller Nike geben.

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