Nach Durststrecke: Infineon schaut optimistisch in die Zukunft

Nach Durststrecke: Infineon schaut optimistisch in die Zukunft

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Auch die Fachleute haben mit einem kräftigen Gewinnzuwachs gerechnet.

Deutschlands größter Chiphersteller Infineon nimmt nach einer schwachen Saison wieder Fahrt auf. Im Schlussquartal des Geschäftsjahres verdoppelte sich der Gewinn.

Deutschlands größter Chiphersteller Infineon hält die Branchenkrise für weitgehend überstanden. Für das neue Geschäftsjahr kündigte Vorstandschef Reinhard Ploss ein kräftiges Umsatzplus bei stabiler Rendite an. Im Interview mit der Wirtschaftswoche sagte er, es wichtig sei, dass Infineon profitabel wächst. "Über den Konjunkturzyklus hinweg wollen wir eine Marge von 15 Prozent erreichen. Dabei bleibt es."

Infineon-Chef Ploss "Wir brauchen keine neue Abwrackprämie"

Reinhard Ploss, Chef des Technologiekonzerns Infineon, befürwortet Subventionen für Elektroautos. Warum er von einer großangelegten Förderung im Stile der Abwrackprämie aber dennoch nichts hält.

Infineon-Chef Reinhard Ploss: "Die Elektromobilität muss erst über die Schlucht der Adaption gehievt werden." Quelle: Dieter Mayr für WirtschaftsWoche

Sein Unternehmen sei trotz der Nachfrageflaute vor allem der Industriekundschaft ohne Verluste durch die Flaute gekommen. "Wir haben flexibel auf den Markt reagiert. Dank vorausschauendem Kostenmanagement blieb Infineon selbst auf dem Tiefpunkt der Nachfrage profitabel", erklärte er am Dienstag. "Als der Markt anzog, konnten wir unsere Fertigung schnell wieder hochfahren und Marktanteile gewinnen."
Im Schlussquartal schlug sich der Aufschwung des traditionell stark zyklischen Halbleitergeschäfts bereits in den Zahlen der Bayern nieder. Der Gewinn verdoppelte sich nach eigenen Angaben verglichen mit dem Vorquartal nahezu auf 142 Millionen Euro. Der Umsatz legte um drei Prozent auf 1,05 Milliarden Euro zu. Infineon schnitt damit deutlich besser ab, als Analysten erwartet hatten. Dem Konzern kam allerdings ein Sondereffekt zugute: Bereits abgeschriebene Lagerware bekam der Chiphersteller zu besseren Konditionen los als erwartet, was das Ergebnis etwas nach oben trieb.

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Für das neue Geschäftsjahr sagte Ploss voraus, der Umsatz werde um sieben bis elf Prozent zulegen, die operative Rendite zwischen elf und 14 Prozent und damit wieder nahe am langfristigen Ziel von 15 Prozent liegen. Im abgelaufenen Gesamtjahr war das Ergebnis der Neubiberger aufgrund der Investitionsscheu der Großkunden in der Industrie auf 272 Millionen Euro von zuvor 427 Millionen Euro eingebrochen, der Umsatz stagnierte etwa bei 3,84 Milliarden Euro. Vorstandschef Reinhard Ploss äußerte sich zufrieden. "Im vierten Quartal sind Umsatz, Ergebnis und Marge zum dritten Mal in Folge gestiegen. Somit ist das Geschäftsjahr 2013 besser gelaufen als wir es vor einem Jahr erwartet hatten", erklärte er. Die Aktionäre sollen wie zuletzt eine Dividende von 12 Cent je Aktie erhalten.

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