Nach Milliardenverlust im Vorjahr: Sony kehrt in die Gewinnzone zurück

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Nach Milliardenverlust im Vorjahr: Sony kehrt in die Gewinnzone zurück

Sony hat das Ruder herumgerissen: Im vergangenen Geschäftsjahr konnten die Japaner einen Millionen-Gewinn verbuchen. Doch was wird aus dem Sorgenkind TV-Geschäft?

Der japanische Elektronikriese Sony ist nach fünf Jahren in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie der Hersteller der Playstation am Donnerstag bekanntgab, fiel im Geschäftsjahr 2012/2013, das am 31. März endete, unter dem Strich ein Gewinn von 43 Milliarden Yen (331 Millionen Euro) an.

Möglich wurde dies durch den Verkauf von Tafelsilber und dem in jüngster Zeit deutlich schwächeren Yen. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Fehlbetrag von 456,7 Milliarden Yen verbucht. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Sony einen weiteren Anstieg des Nettogewinns auf 50 Milliarden Yen.

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Was Sonys Playstation 4 kann

  • Bessere Grafik

    Die Playstation 4 bekommt eine „hochgezüchtete“ Version der bekannten x86-Prozessorentechnik aus dem PC. Der Vorgänger Playstation 3 basierte noch auf einer speziellen Chiparchitektur. Durch die höhere Rechenleistung werden noch realitätsnähere Grafiken möglich.

  • Teilen-Button

    Sony setzt mit der neuen Playstation auch eine soziale Plattform ein. Dazu gehört unter anderem ein "Teilen"-Button, der an dem neuen Controller angebracht ist. Damit können sich Spieler beim Zocken virtuell über die Schulter schauen.

  • Spiele streamen

    Auch das Mitschneiden und veröffentlichen von Spielsequenzen soll mit der Playstation4 stark vereinfacht werden. Dafür kooperiert Sony mit dem Streaming-Dienst UStream. Dank des Dienstleisters wird es möglich, sein Spiel live mit einem größeren Publikum zu erleben.

  • Controller

    Der Controller verfügt über ein Touchpad, außerdem erfasst er den Standort des Spielers im Raum. Um das zu ermöglichen, wurde die neue Konsole mit einer Stereokamera ausgestattet.

  • Alte Spiele laufen vorerst nicht

    Wer eine große Spielesammlung für die PS3 besitzt, dürfte sich ärgern. Die alten Spiele sind mit der neuen Playstation vorerst nicht kompatibel. Seitens Sony hieß es jedoch, dass an einer entsprechenden Lösung gearbeitet werde. Die Lösung für das Problem könnte ebenfalls in der Cloud liegen, so dass die Playstation quasi zum Game-Server wird, auf dem die eigenen Spiele abgelegt und von überall jederzeit gespielt werden können.

  • Cloud im Einsatz

    Insgesamt stehen mit der Playstation 4 acht Gigabyte Arbeitsspeicher für CPU und Grafik zur Verfügung. Der Austausch unter den Geräten mit anderen Spielern wird erstmals möglich und über eine Cloud abgewickelt.

Sorgenkind bleibt jedoch vorerst das Geschäft mit Fernsehern, das bereits seit neun Jahren in den roten Zahlen steckt. Der operative Verlust der home entertainment-Sparte belief sich auf 84,3 Milliarden Yen, ein Rückgang um 22,5 Prozent. Konzernchef Kazuo Hirai und rund 40 seiner Manager hatten sich kürzlich geeinigt, wegen der andauernden Defizite im Elektronikbereich auf ihre Bonuszahlungen zu verzichten. Diese machen 30 bis 50 Prozent des Jahresgehaltes aus.

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Sony versicherte unterdessen, das TV-Geschäft im laufenden Geschäftsjahr wieder profitabel zu machen. So soll der Absatz von Fernsehern mit Flüssigkristall-Bildschirmen (LCD) auf 16 Millionen nach 13,5 Millionen im vergangenen Jahr erhöht werden, hieß es. Insgesamt belief sich der Umsatz des Unternehmens im Berichtsjahr auf 6,8 Billionen Yen, ein Zuwachs zum Vorjahr von 4,7 Prozent.

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