Nachfolgersuche: Intel bricht mit der Tradition

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Nachfolgersuche: Intel bricht mit der Tradition

von Matthias Hohensee

Intel-Chef Paul Otelli tritt in drei Monaten ab. Wer sein Nachfolger wird, ist noch nicht klar. Es gibt mehrere Kandidaten. Und erstmals sind auch konzernfremde Nachfolger im Rennen um den Chefsessel.

Mit dem angekündigten Rückzug von Paul Otellini, 62, von der Konzernspitze im März 2013 hat das Rennen um dessen Nachfolge begonnen. Zwar hat der Weltmarktführer für PC-Prozessoren durch strategische Fehlentscheidungen den Wachstumsmarkt für Smartphone und Tablets sträflich verpasst.

Doch das ist auch eine große Chance für den künftigen Chef des Halbleiterkonzerns, um sich mit dem Auswetzen der Scharte schnell einen Namen zu machen. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens, das traditionell immer aus den eigenen Reihen beförderte, will der Verwaltungsrat auch externe Kandidaten in die Suche einbeziehen.

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Heiß gehandelt wird im Silicon Valley vor allem der frühere Intel-Technologiechef Pat Gelsinger,51, der momentan den zum Datenspeicher-Konzern EMC gehörenden Virtualisierungsexperten VMWare führt. Allerdings ist Gelsinger als Nachfolger von EMC-Chef Joe Tucci,64, im Gespräch. Im Valley erwartet man, dass dies die Wachablösung bei EMC beschleunigen könnte. Große Chancen werden auch David Donatelli,47, eingeräumt, der momentan das Unternehmensgeschäft von Hewlett Packard führt.
Der bestgesetzte interne Kandidat ist Operativchef Brian Krzanich, 51, ein anerkannter Produktionsexperte. Erstmals hat auch eine Frau ernsthafte Chance, an die Spitze des über Jahrzehnte von Männern dominierten Konzern vorzustossen. Im Gespräch sind Softwarechefin Renèe James,47, und Datencenter-Expertin Diane Bryant.

Chiphersteller Intel-Chef tritt ab

Paul Otellini steht seit beinahe acht Jahren an der Spitze des weltgrößten Halbleiter-Konzerns Intel. Nun ist Schluss. Seinem Nachfolger hinterlässt er eine Geldmaschine - und ein Problem.

Nach fast vier Jahrzehnte im Unternehmen, fast acht Jahre davon an der Spitze wird Paul Otellini im Mai 2013 den Chefsessel des Chipherstellers verlassen. Quelle: REUTERS

Im Valley wird außerdem spekuliert, dass Otellini vor seinem Abgang von der Spitze noch einen strategischen Großauftrag an Land ziehen könnte, der Intels Position im Smartphone und Tablet-Geschäft verbessern würde. Seit längerem soll Otellini mit Apple-Chef Tim Cook darüber verhandeln, dass Intel als Auftragsfertiger die Produktion der von Apple designten Prozessoren für iPads, iPhones und Apple TV übernimmt. Intel entwickelt und liefert bereits die Prozessoren für Apples Notebooks und PCs.

Cook will sich unbedingt von seinem bisherigen Fertiger Samsung lösen, der inzwischen als gefährlichster Konkurrent von Apple gilt. Allerdings konkurriert Intel bei dem Auftrag mit dem taiwanesischen Fertigungsexperten TSMC.

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