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Ohne Erfolg: Apple macht Musik-Netzwerk Ping dicht

Quelle: Handelsblatt Online

Apple gibt nach gut zwei Jahren sein erfolgloses Musik-Netzwerk Ping auf. „Ping ist ab dem 30. September nicht mehr verfügbar“, kündigte Apple in der Nacht zum Donnerstag in dem Netzwerk an.

Das Apple-Musikprogramm itunes. Quelle: Reuters
Das Apple-Musikprogramm itunes. Quelle: Reuters

Wenige Stunden nach der glanzvollen Ankündigung des neuen iPhone 5 hat Apple in einer knappen Mitteilung das Aus für sein Musik-Netzwerk Ping verkündet. Das kalifornische Unternehmen hatte Ping vor zwei Jahren gestartet, um auf den Zug der Sozialen Netzwerke aufzuspringen. Die eng mit der erfolgreichen Multimedia-Software iTunes verbundene Plattform sollte ihren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, sich untereinander über Musik auszutauschen und Neues von ihren Lieblingskünstlern zu erfahren.

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Zwar haben sich viele Apple-Kunden nach dem Start von Ping angemeldet, sich dann aber kaum beteiligt. „Ping ist ab dem 30. September nicht mehr verfügbar“, kündigte Apple in der Nacht zum Donnerstag an. Neue Mitglieder würden nicht mehr angenommen. Vor allem die fehlende Integration mit dem weltgrößten Online-Netzwerk Facebook hatte dafür gesorgt, dass der Dienst ein nur wenig genutztes Nischenangebot blieb.

Ursprünglich sollte Ping eine Facebook-Verknüpfung bekommen, was sich aber nicht verwirklichen ließ. Facebook habe inakzeptable Bedingungen aufgestellt, sagte Apple-Gründer Steve Jobs 2010 dem Blog „All Things D“.

In den ersten zwei Tagen nach dem Start meldeten sich eine Million Nutzer an, das Interesse sackte jedoch schnell ab. Der neue Apple-Chef Tim Cook signalisierte das bevorstehende Ende von Ping bereits im Mai dieses Jahres. Die Nutzer hätten deutlich gemacht, dass sie nicht viel Energie in Ping investieren möchten. „Werden wir es einstellen? Ich weiß es nicht. Ich werde darüber nachdenken“, hatte Cook damals gesagt. Apple müsse kein eigenes Online-Netzwerk haben, um im Sozialen Internet aktiv zu sein.

Die Beziehungen zwischen Apple und Facebook haben sich inzwischen deutlich verbessert. So hat Apple ähnlich wie bei Twitter auch zentrale Facebook-Funktionen in sein iOS-Betriebssystem für mobile Geräte integriert. In der für nächste Woche angekündigten nächsten Version der Multimedia-Software iTunes haben Musiker zudem direkt die Möglichkeit, Fotos mit ihren Fans zu teilen.

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