Pay-TV: Sky Deutschland rüstet auf

Pay-TV: Sky Deutschland rüstet auf

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Ziel ist es, 2013 Gewinn zu machen: Der Pay-TV-Sender Sky Deutschland setzt auf Bundesliga und neue Formate. Damit will der Bezahlsender bis nächstes Jahr aus den roten Zahlen kommen.

von Katja Köllen

Der Pay-TV-Sender schrieb zuletzt erneut rote Zahlen, jetzt will Sky aufstocken. Mit der Bundesliga, Blockbuster-Filme und Tablets sollen endlich den Gewinn bringen.

Sky Deutschland will selbstbewusst in das Rennen um die Bundesliga-Rechte gehen. Die roten Zahlen 2011 gaben dafür zunächst einen schlechten Ausblick. Jetzt kann sich der Bezahlsender aber über eine Geldspritze freuen: Ein starker Kundenzuwachs stärkt den Konzern finanziell, auch wenn er nach wie vor in den roten Zahlen ist.

„2011 erreichten wir eine Reihe wichtiger Meilensteine auf dem Weg in eine profitable Zukunft“, schreibt Sky-Chef Brian Sullivan im Geschäftsbericht für das vergangene Jahr.

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Im vergangenen Jahr knackte der Sender bei den Abonnenten erstmals die Drei-Millionen-Marke. 359.000 Kunden konnten hinzugewonnen werden.

Trotzdem: Der Jahresbericht für 2011 zeigt ein Minus von rund 277 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr aber ein Fortschritt, denn 2010 hatte der Verlust noch 407,6 Millionen Euro betragen. 2011 hingegen hatte es ein Umsatzwachstum von 17 Prozent gegeben. Gründe für die positive Entwicklung sind die stärkeren Werbemittel und die wachsende Beliebtheit in der Bevölkerung.

Der Premiere-Nachfolger konnte 2011 nach eigenen Angaben rund 40 Prozent Neukunden gewinnen, die auf Empfehlung zum Abo gekommen sind.

Trotzdem erwartet Sky Deutschland auch für 2012 keine schwarzen Zahlen. Sullivans Ziel ist es allerdings im nächsten Jahr Gewinn zu machen. „Es ist aber noch viel zu tun“, so der Manager. Er setzt auf einen weiteren Ausbau des Programms. Neue Angebote und weitere Serviceleistungen sollen außerdem hinzukommen.

Mit neuen Konzepten zum Erfolg

So will der Bezahlsender etwa seine Position im Filmbereich weiter ausbauen und schloss Verträge mit drei deutschen unabhängigen Filmanbietern ab. Verschiedene TV-Erstausstrahlung bis 2014 gehören dazu, wie etwa die TV-Premieren vom Kassenschlager "Ziemlich beste Freunde" oder Arnold Schwarzeneggers "The Last Stand".

Neue Konzepte sollen etwa mit "Sky Anytime" und "Sky Go" kommen. Mit "Sky Anytime" sollen Abonnenten in Zukunft Filme auf Abruf sehen können. Mit "Sky Go" soll das Programm außerdem flexibler werden. Unterwegs werden Kunden damit dann im Internet oder auf Geräten wie iPad, iPhone, oder Xbox 360 Zugriff auf Filme bekommen.

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Für diese Projekte gab es vor Kurzem eine Finanzspritze von Großaktionär Rupert Murdoch von 300 Millionen Euro, und damit will sich Sullivan auch in den Kampf um die Bundesliga-Rechte stürzen. Vor Kurzem erst gab es Annäherungsversuche an den Rivalen: Sky zeigte Interesse daran eine Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom einzugehen.

„Jeder, der an den Rechten interessiert ist, hat Optionen: Man kann sich wie wir selbst um die Rechte bewerben und das gleiche Risiko tragen oder mit uns zusammenarbeiten“, sagte Sullivan dazu der "Financial Times Deutschland".

In der ersten Runde können Bieter bis Anfang April Angebote für die Bundesliga-Rechte von der Saison 2013/2014 bis zum Saisonende 2016/2017 abgeben.

Mit Material von dpa

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